{Rezension} Verliebt in Hollyhill | Alexandra Pilz

Verliebt in Hollyhill von Alexandra Pilz

Autor: Alexandra Pilz
Titel: Verliebt in Hollyhill
Seitenzahl: 384
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-26917-0
Veröffentlichung: 17. März 2014
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„Denn sie wollte nicht Abschied nehmen, war es nicht so? Emilys Lächeln gefror. Was würde passieren, wenn sie in einer Woche, in zehn Tagen, den Heimweg nach München antrat? Würde sie Hollyhill und seine Bewohner je wiedersehen? Würde sie Matt je wiedersehen?“ (Seite 24)

Gerade hat Emily mit Hollyhill, diesem kleinen Dorf im englischen Dartmoor, ihr erstes großes Abenteuer hinter sich gebracht. Doch es bleibt keine Zeit, sich auszuruhen und die Zeit mit Matt im Hier und Jetzt zu genießen. Schon werden das Dorf und die Bewohner wieder auf Zeitreise geschickt. Diesmal ins Jahr 1811. Als eine Kutsche mit einer bewusstlosen jungen Frau in Hollyhill auftaucht, befindet Emily sich auch schon wieder mitten in einer neuen Geschichte. Eine Geschichte, die große Auswirkungen auf ihre eigene Zukunft haben wird.

„Hier zu leben bedeutet, auf so vieles zu verzichten. Es bedeutet, sich selbst aufzugeben, in gewisser Weise. Es bedeutet, Abschiede in Kauf zu nehmen und den Schmerz, den diese nach sich ziehen. Es bedeutet aber auch, ein Leben voller Abenteuer, voller Wissen und Erfahrungen, es bedeutet….“ (Seite 40)

Direkt zu Beginn wurde ich Zeugin eines Telefonates zwischen Emily und ihrer besten Freundin Fee. Letztere ist alles andere als begeistert, dass Emily weg ist und möchte so viele Infos, wie möglich. Sie droht sogar damit, selber nach Hollhyill zu kommen.
Emily erlebt dank Matt ein wahres Auf und Ab der Gefühle. Doch sie hat nicht lange Zeit, sich damit zu beschäftigen. Die nächste Zeitreise startet und so hat sie erst mal genug anderes zu tun, als über ihre Emotionen nachzudenken. Die „Beziehung“ zu Matt ist alles andere als einfach oder klar. Sind sie bereits ein Paar? Wird aus ihnen ein Paar?

Matt ist weiterhin nicht leicht zu durchschauen. Er hält seine Gefühle stark unter Verschluss. Manchmal habe ich gedacht, dass aus den beiden ein Paar werden könnte. Doch dann hat er wieder Dinge gesagt und getan, die meine Meinung revidierten. Immerhin ist er in dem Buch nett zu ihr und nicht so ein Ekel, wie stellenweise im ersten Band.
Er ist kein einfacher Charakter. Und er hat Geheimnisse, die weder Emily noch ich kennen. Und dann ist da auch noch die Verbindung zu ihrer Mutter, die weitere Geheimnisse verspricht…

„>>Es zermürbt ihn<<, sagte er. >>Es höhlt ihn aus. Es zieht ihn in die Tiefe. Und mit ihm jeden, der ihm nahesteht.<<“ (Seite 123)

Im Lauf der Geschichte tauchen noch einige neue Charaktere auf. Diese waren für mich – ebenso wie einige Dorfbewohner – ein Buch mit sieben Siegeln. Sie geben kaum etwas von sich preis und behandeln Emily teilweise alles andere als gut. Doch im Verlauf der Geschichte kam das ein oder andere ans Licht, was mir immer wieder ein Aha-Effekt bescherte.

Der Plot ist unterhaltsam. Das Spannungslevel war für mich nie besonders hoch, aber doch immer konstant vorhanden. Die Entwicklung der Protagonistin erschien mir absolut glaubwürdig und logisch und hat mir gut gefallen. Doch es gab auch hier zwei oder drei Dialoge und Szenen, die ich nur bedingt nachvollziehen konnte.

Das Setting finde ich klasse! Die Geschichte ist von der Autorin sehr glaubhaft umgesetzt. Die Beschreibungen der Personen, Bekleidung, der Orte und Handlungen ist absolut bildhaft. Genauso habe ich mir die damalige Zeit vor meinem inneren Auge vorgestellt. Doch die Geschichte birgt ein großes Problem: wie sieht die Zukunft für Matt und Emily aus? Gibt es überhaupt eine gemeinsame Zukunft?

„Himmel, diese Zeitreisen waren anstrengend. Man sollte eine Prüfung absolvieren müssen, bevor man ohne Vorwarnung in ein anderes Jahrhundert geschleudert wurde. Umgangsformen im beginnenden 19. Jahrhundert. Keine Angst vorm Feuermachen mit dem Feuerstein. Wie bewege ich mich fort, ohne über meine eigenen Füße zu stolpern?“ (Seite 181)

„Verliebt in Hollyhill“ ist eine nette Fortsetzung zu „Zurück nach Hollyhill„. Das Ende des Buches  hätte ich so gar nicht erwartet. Für mich ein fieser Cliffhanger! Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Allen Freunden von Zeitreiseromanen, die auf unterhaltsame und locker-leichte Geschichten stehen, kann ich diese Reihe empfehlen.
Die Cover der beiden Bücher sind absolute Eye-Catcher im Regal!

„Emily seufzte. Sie hätte sich ihr Wiedersehen mit Matt anders gewünscht. Euphorisch. Mit höher schlagenden Herzen und leidenschaftlichen Umarmungen und der prickelnden Erwartung dessen, was die Zukunft für sie beide bringen würde. Die gemeinsame Zukunft.
Nun war es so, dass sich ihr Magen verkrampfte, je näher sie dem Cottage kam. Weil sie wusste, so würde es nicht sein. Sie wusste, was jetzt kam, war mit das Schwierigste, was sie je hatte tun müssen.“ (Seite 334/335)

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Reiheninfo:
1. Zurück nach Hollyhill
2. Verliebt in Hollyhill
3. ???
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3,5

SaCre


{Rezension} Zurück nach Hollyhill | Alexandra Pilz

pilz - hollyhill

Autor: Alexandra Pilz
Titel: Zurück nach Hollyhill
Seitenzahl: 352
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-53426-1
Veröffentlichung: 25. Februar 2013
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Emilys Eltern sind früh verstorben, sodass sie fast ihr ganzes Leben bei ihrer Großmutter gelebt hat. Eines Tages tauchen ein Armband und ein mysteriöser Brief ihrer Mutter auf. Emily soll das Dorf Hollyhill, in dem ihre Mutter aufgewachsen ist, finden. Als Emily sich dazu entschließt, diesem Wunsch nachzugehen, gibt es ein großes Problem: Hollyhill – das Dorf, das durch die Zeit reist – ist auf keiner Landkarte zu finden. Und so startet schon mit der Anreise ein großes Abenteuer…

„Bis auf die winzigen Dörfer, die sie anfuhren, war kaum ein Zeichen von Zivilisation  zu erkennen. Und erst der Himmel, der das alles überspannte: Er reichte von tiefschwarzen Wolken bis zu hellblauen Tupfen und silbernen Strahlen dort, wo sich die Sonne durchzukämpfen versuchte.“ (Seite 27)

Man schlägt das Buch auf und ist sofort mittendrin in der Geschichte. Huch. Das ging mir fast schon etwas zu schnell…
Als Emily an ihrem letzten Schultag den geheimnisvollen Brief in der Hand hält. ändert sich sofort alles. Motiviert von ihrer besten Freundin Felicitas, genannt Fee, beschließt sie schließlich, sich auf die Suche nach dem kleinen Dorf im englischen Dartmoor zu machen. Dass der Ort auf keiner Landkarte und auch nicht bei Google Earth zu finden ist, hat mich skeptischer gemacht, als die Protagonistin. Sie findet Hollyhill auch nicht alleine. Doch sie hat Glück, dass Matt sie aufgabelt. Er lebt dort und nimmt sie mit. Anfangs kommen die beiden noch ganz gut miteinander aus. Doch das ändert sich. Im Verlauf der Geschichte geraten die beiden immer wieder aneinander und es knallt ganz gewaltig. Emily hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg und sagt, was sie denkt und was ihr auf der Zunge liegt. Sie verstellt sich nicht, um jemandem zu gefallen. Sie handelt impulsiv und manchmal leichtsinnig.  Damit hat sie mir imponiert.

Matt war zu Beginn sehr nett zu Em. Doch das änderte sich schlagartig. Grundlos. Gemeinsam mit Emily stellte mich das vor ein großes Rätsel. Sein Bruder Josh ist dagegen etwas netter. Ganz kurios wird die Geschichte, als ein Bild mit Ems Mutter auftaucht, auf denen die beiden zu sehen sind.
Silly ist ebenfalls eine Dorfbewohnerin in Emilys Alter. Sie ist echt verschroben und schräg drauf, aber immer freundlich und hilfsbereit.
Die anderen Bewohner von Hollyhill sind echt sehr ungewöhnlich. Alle möglichen Charaktere sind hier vertreten. Sie erinnerten mich sofort an die Einwohner von Stars Hollow (hoch leben die Gilmore Girls!).

„Für einen kurzen Moment verlor Emily den Faden. Sie hatte diese Kälte in Matts Blick schon öfter gesehen, genauso oft, wie sie meinte, etwas anderes darin zu lesen.“ (Seite 147)

Der Plot hat mir gut gefallen – bis auf die ein oder andere kleine Schwachstelle. Direkt zu Beginn gibt es eine Szene, in der Quayle zum ersten Mal auftaucht. Diese ganze Szene erschien mir irgendwie unpassend und hat mich etwas überfordert. Es gab noch zwei, drei weitere Stellen, denen ich nur mit größter Anstrengung folgen konnte. Des weiteren hätte ich mir gerne noch ein paar Infos mehr zum Dorf gewünscht. Ich hoffe, diese im nächsten Teil zu erhalten.
Der Schreibstil der Autorin hat mich überzeugt. Locker leicht kann man als Leser durch die Geschichte fliegen. Die Atmopshäre, die im Dorf herrscht, konnte Alexandra Pilz mir sehr gut vermitteln. Es wirkt gleichermaßen hinterwäldlerisch wie mysteriös.

„>>Weil nicht wir entscheiden, wann, wohin und ob überhaupt, sondern… das Dorf.<<“ (Seite 170)

Mit dem Trilogie-Auftakt konnte die Autorin mich gut unterhalten, auch wenn ich kleine Kritikpunkte habe. Ich hoffe, dass meine Fragen zum Dorf im nächsten Band, der nächste Woche erscheint, beantwortet werden. Das Cover ist ein toller Blickfang und ich glaube, dass „Verliebt in Hollyhill“ daneben ganz toll aussehen wird.

Es gibt ein Video dazu von Alexandra Pilz:

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Reiheninfo:
1. Zurück nach Hollyhill
2. Verliebt in Hollyhill (VÖ 17. März 2014)
3. ???
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3,5

SaCre