Lesen, genießen, schenken und DIY im Herbst/Winter 2015

! ACHTUNG: MONSTERPOST !

Mit der Frage “was lese ich bloß zur Weihnachtszeit” bin ich scheinbar nicht alleine. Also habe ich in einer Nachtschicht die Neuerscheinungen aufgelistet, die mir aufgefallen sind. Teilweise sind die Bücher keine Erstausgaben, sondern auch die Taschenbuch- oder Sondereditionen.
Da viele von euch Plätzchenbacken lieben und auch Mandalas Ausmalen und Häkeln für sich entdeckt habe (ich übrigens auch), findet ihr dazu auch entsprechende Bücher.
Die Cover sowie Inhaltsbeschreibungen stammen von den Verlagsseiten – ein Klick aufs Cover führt euch zur Verlagsseite. Hörbücher habe ich ebenfalls aufgenommen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und hoffe, ihr findet genügend Lesestoff und Inspiration.




[Autor empfiehlt Buch] Weihnachtsedition 2014

Ihr Lieben,

da unsere Sommer-Aktion „Autor empfiehlt Buch“ so gut bei euch angekommen ist, haben wir uns gedacht, wir könnten das ja auch für die Weihnachtszeit in Angriff nehmen. Gedacht. Getan!

Autor empfiehlt Buch_Weihnachten

Wie ihr sehen könnt, haben wir neben Autoren auch Verlagsmitarbeiter für die Weihnachtsedition gewinnen können. Wer alles dabei ist, verraten wir natürlich noch nicht. Es erwartet euch aber ein bunter Mix an Buchempfehlungen für die Weihnachtszeit.

In den nächsten Wochen werden wir euch die Empfehlungen immer sonntags und mittwochs präsentieren. Damit ihr nicht den Überblick verliert, gibt es ab Start der Aktion rechts in der Sidebar einen Menüpunkt, der euch zur chronologischen Auflistung der Empfehlungen weiterleitet.

Wir freuen uns, wenn ihr uns wieder fließig begleitet und sind für euer Feedback dankbar.

Eure Bookwives <3


{Rezension} Hollys Weihnachtszauber | Trisha Ashley

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Autor: Trisha Ashley
Titel: Hollys Weihnachtszauber (OT: Twelve Days of Christmas)
Seitenzahl: 512
ISBN: 978-3-442-48021-0
Veröffenlichung: 18. November 2013
Verlag: Goldmann
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Holly Brown ist eine erfolgreiche Köchin. Doch zur Weihnachtszeit versteckt sie sich gerne, hat sie schließlich vor einigen Jahren ihren geliebten Ehemann zu dieser Zeit verloren.
Spontan wird noch ein Job als Haushüterin in einem alten Herrenhaus, versteckt in einem winzigen Dörfchen irgendwo im Nirgendwo, frei. Das kommt Holly gerade recht. Doch von Anfang an gibt es mit dem Besitzer Streit am Telefon. Und die ruhigen Weihnachtstage, die sie sich erhofft hat, kann sie aus diversen Gründen auch vergessen. Nicht nur, dass plötzlich die ganze Familie des Hausherrn im Anwesen ist – auch er selber, Jude Martland, steht plötzlich vor der Tür.

„Ich kletterte aus dem Bett und holte sein Foto in dem Reiserahmen von der Platte des Waschtischs; und so schlief ich ein, meine verlorene Liebe fest im Arm, mein Gesicht nass von Tränen.“ (Seite 172)

Schon das Cover verbreitete für mich von Anfang an Weihnachtsstimmung. Und es passt so gut zum Buch.
Holly ist eine tolle Protagonistin. Den Sommer über kocht sie für Veranstaltung und ist dabei sehr gefragt. Pünktlich zur Weihnachtszeit nimmt sie Haushüterjobs an, um Weihnachten zu entkommen. Sie hasst diese Zeit, seit sie einige Jahre zuvor ihren Mann durch einen Unfall verloren hat. Ihr ist dann überhaupt nicht nach Feiern, Backen und Kochen zumute. Auch von ihrer besten Freundin lässt sie sich nicht überreden, Weihnachten mit ihr zu verbringen. Und hinter der Anonymität dieses Haushütertätigkeit kann sie sich gut verstecken, und unangenehmen Fragen aus dem Weg gehen.
In Judes Haus wird sie erstmals mit Tieren konfrontiert, um die sie sich vorher nie gekümmert hat: ein Pferd und eine Ziege. Doch obwohl sie sich damit nicht auskennt, beißt sie sich hier durch. Und erhält später auch noch Hilfe durch Becca – Judes Schwester – und Jessi – Judes Nichte.
Abends genießt sie die Ruhe und liest in den alten Tagebüchern ihrer verstorbenen Oma. Auch hier taucht ein Martland auf. Gibt es etwa eine Verbindung?
Mit Jude gibt es von Anfang an Reibereien. Am Telefon erscheint er ihr total herrisch und unsympathisch. So hofft sie, ihm so schnell nicht zu begegnen.

Jude war für mich anfangs wirklich ein Ekel. Doch die Streitereien zwischen ihm und Holly haben mich echt erheitert. Als er dann im Haus auftauchte, konnte ich nach und nach mehr mit ihm anfangen und er wurde mir sympathischer.
Sein Bruder Guy und seine Ex-Verlobte Coco brachten frischen und aufregenden Wind in die Geschichte. Und Joel, Tilda, Jessi und Becca – alles ebenfalls Verwandschaft von Jude – mochte ich von Beginn an.

„Ich war einfach nur die zupackende, tüchtige Holly Brown von der Agentur Homebodies, die ihren Job machte – eine Art Mary Poppins aus Merchester.“ (Seite 35)

Der Plot konnte mich überzeugen. Die Geschichte ist herrlich erzählt, immer wieder mit Witz und ganz viel Charme. Die eine oder andere Handlung mag vorhersehbar gewesen sein. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte liest sich flüssig und die Seiten rauschen nur so durch die Hände. Und natürlich erwarte ich als Leser einer solchen Geschichte natürlich, dass bei der Protagonistin auch wieder das Interesse an Weihnachten zurück kehrt.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus dem Tagebuch der Oma. Diesen zweiten Handlungsstrang mitzuverfolgen, war sehr spannend. Und ich konnte es kaum abwarten, wieder etwas Neues über sie zu erfahren.
Das Setting hat mir ebenfalls gut gefallen. Dieses kleine und abgeschieden gelegene Dorf in Lancashire passt sehr schön dazu. All die detaillierten Beschreibungen der Autorin lassen den Leser auf den zugeschneiten Pfaden des Ortes wandeln und verzweifelt nach Handyempfang suchen.

„Hollys Weihnachtszauber“ ist ein herzerwärmendes Buch, mit einer schönen Geschichte und liebenswerten Personen. Die Geschichte hat bei mir auf jeden Fall Weihnachtsstimmung verbreitet (nicht zuletzt durch die feinen Backwaren, die ich quasi vor mir sehen und riechen konnte) und mich gut unterhalten, auch wenn das ein oder andere vorhersehbar erscheinen mag.
Für Kurzentschlossene: ein toller Geschenktipp!

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SaCre


{Rezension} Ein Kuss unter dem Mistelzweig | Abby Clements

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Autor: Abby Clements
Titel: Ein Kuss unter dem Mistelzweig
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-442-48020-3
Veröffenlichung: 18. November 2013
Verlag: Goldmann
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Laurie ist eine ehrgeizige und ambitionierte Designerin in London. Doch beim Launch der mit großen Spannung erwarteten Accessories-Serie „Navajo“ passiert ihr ein folgenschwerer Fehler. Ihr Chef empfiehlt ihr, dringend zwei Monate Urlaub zu machen.
Rachel ist Ehefrau und Mutter zweier Kinder. Als Hausfrau liebt sie es, ihr Cottage zu dekorieren und engagiert sich mit anderen Frauen in dem kleinen Dorf Skipley ehrenamtlich. Plötzlich geht es ihrer Schwiegermutter Bea sehr schlecht. Die Ärzte überweisen sie zu einem Spezialisten nach London. Für Rachel, ihren Mann Aiden und die Kinder steht fest, dass sie Bea nach London begleiten.
Rachel kontaktiert Laurie und bittet sie um Hilfe. Und so kommt es, dass beide Frauen für einige Wochen die Häuser tauschen. Die hippe Laurie verschlägt es nach Skipley, und Rachel und Familie nisten sich in London ein. Und so erleben beide Frauen die Welt der anderen hautnah…

„Hier in den Yorkshire Dales, wo es keine Arbeit gab, über die sie nachdenken musste, und wo sie zudem weit entfernt von Jay war, konnte sie vielleicht endlich die Person sein, die sie immer hatte sein wollen – oder zumindest herausfinden, wie oder wer diese Person war. Wahrscheinlich würde sie nicht lange in Skipley bleiben, aber vielleicht – nur vielleicht könnte das die Auszeit sein, die sie nie gehabt hatte.“ (Laurie, Seite 135)

Rachel und Laurie sind Freundinnen, und so unterschiedlich wie Tag und Nacht.
Laurie ist karrieresüchtig und ordnet alles dem Job unter. Einschließlich ihres Privat- und Liebeslebens. Durch ihre Designertätigkeit ist sie ein Glamour-Girl, draufgängerisch. Was sie absolut nicht kann: abschalten. Es fällt ihr schwer, abzuschalten. Es gibt nichts schlimmeres für sie, als nichts zu tun. Selbst für ein Wellness-Wochenende kann sie sich nicht begeistern. Trotz allem hat sie einen weichen Kern. Das merkt man sofort. wenn es um Jay geht. Doch leider setzt sie die Prioritäten in ihrem Leben falsch. Von Anfang an war sie mir aber sehr sympathisch.

Rachel dagegen wirkt hausmütterlich. Auf den ersten Blick scheint es ihr in ihrem Leben als Hausfrau und Mutter gut zu gehen. Sie ist sehr bodenständig, hat leider aber kaum Selbstbewusstsein. Ihr Mann Aiden und sie führen eine gute Ehe. Beide lieben sich. Der jüngere Sohn Zak ist aufgeschlossen und freundlich, Tochter Milly ist mitten in der Pubertät – entsprechend schwierig gestaltet sich das Verhältnis zu ihrer Eltern, vor allem zu Rachel.
Ihr geordnetes Leben gerät so ein bisschen aus der Bahn, als Schwiegermutter Bea erkrankt und die Familie nach London muss. Da das Geld knapp ist, kommt ihr die Idee, mit Laurie zu tauschen.
Rachel und ich waren von Beginn an befreundet. Auch ihre Familie mochte ich sehr.

Alle anderen Personen im Buch mochte ich ebenfalls sehr. Sie sind sehr unterschiedlich, mit Ecken und Kanten und passen gut zur Geschichte. Eine Person fand ich richtig toll – doch war ich über ihre Entwicklung in der Geschichte nahezu schockiert. Spoilern werde ich hier natürlich nicht. :)
Die Entwicklung, die die beiden Protagonistinnen im Laufe der Geschichte nehmen, hat mir gefallen.

Als Rachel in ihren kniehohen Stiefeln und in Lauries bezauberndem Kleid in Siobhans lachende Miene schaute, spürte sie etwas, das sie schon seit Jahren nicht mehr empfunden hatte: Sie fühlte sich frei.“ (Rachel, Seite 152)

Das Wichtigste: der Plot. Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Es ist so einiges passiert. Es gab einige offensichtlichen Dinge. Aber es gab auch Wendungen, die ich so nicht ganz erwartet hätte und die mich positiv überrascht haben. Diese Geschichte ist perfekt um Weihnachten herum aufgebaut. Natürlich gehört zu solch einer Geschichte auch Liebe dazu. Die gibt es hier auch – in der richtigen Menge, gut dosiert. Schön finde ich auch, wie das Thema Familie von der Autorin in der Geschichte behandelt wird.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.

Nicht vergessen darf ich das Cover. In das habe ich mich sofort verliebt! Es hat Prägungen und Glitzer, und ist auch vom Design her absolut weihnachtlich.

„Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ ist eine schöne Weihnachtsgeschichte über zwei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und ihre Erlebnisse in der Welt der jeweils anderen. Zusammen mit den sympathischen Nebendarstellern und den kleinen Liebesgeschichten am Rande ist das Buch sehr schön für die Weihnachtszeit.

 

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{Aktion} Bücher für das SOS Kinderdorf Lüdenscheid

Vor zwei Jahren haben mein Freund und ich zum ersten Mal ein Geocaching-Event  für das SOS Kinderdorf in Lüdenscheid gemacht. Anfang Dezember wurde bei uns auf dem Hof gegrillt, Glühwein und Kakao getrunken und jeder der wollte, hat Bedarfsmaterialen gespendet (z. B. Schulbedarf, Brettspiele, Zahnbürsten, Zahnpasta, Handtücher, Duschgel usw.). Mehr als 80 Personen sind unserem Aufruf damals gefolgt. Und so wurde es ein langer und sehr unterhaltsamer Abend, bei dem jede Menge für die Kinder zusammen gekommen ist.
Die Sachen haben wir dann zum Kinderdorf gefahren. Frau Lindner, die die Spenden entgegen nahm, führte uns dann auch noch durch das Dorf und erklärte uns ausführlich, wie die Arbeit vor Ort funktioniert.

In diesem Jahr werden wir als Bookwives diese Aktion unterstützen. Das Kinderdorf erhält leider kaum Buchspenden, und wenn, dann sind es meistens ältere Bücher, die Kinder nicht mehr lesen. Natürlich möchten SOS Kinderdörfler sich gerne mit gleichaltrigen über aktuelle Bücher unterhalten können – so wie sie auch gerne mal in einem Fast Food Restaurant essen oder ähnliches.
Und da dachten wir uns, dass wir hier doch helfen können! :)

Also haben wir unsere Regale geplündert und Kinder-/Jugendbücher zusammen getragen (natürlich haben wir bei den Verlagen vorher angefragt, ob wir Rezensionsexemplare spenden dürfen). Und was uns noch mehr freut: wenn wir mit anderen über diese Aktion gesprochen haben, wurden uns sofort weitere Bücher zur Verfügung gestellt. Beispielsweise von Arbeitskollegen, aber auch von unserer Lieblingsbuchhandlung Schwalbe, von unserer Bloggerfreundin Andrea von BOOKS – my passion und unserer lieben Leserin Anna H.! DANKE EUCH ALLEN!

So ist bisher ein schöner Stapel Bücher zusammengekommen. Am Samstag, 7. Dezember, wird bei uns auf dem Hof wieder fleißig gegrillt und getrunken für den guten Zweck. Dafür haben sich bisher ca. 120 Leute angemeldet. Wir freuen uns schon jetzt darauf, das Kinderdorf bald wieder zu besuchen und unter anderem die Bibliothek vor Ort mit neuen Büchern bestücken zu können. :)

Querbeet durch den Bücherstapel

Querbeet durch den Bücherstapel

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[Mini-Rezi] Weihnachten steht vor der Tür | Monika Feth

Weihnachten steht vor der Tuer von Monika Feth
 
Titel: Weihnachten steht vor der Tür
Autor: Monika Feth
Seitenzahl: 48 Seiten
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-15740-4
Veröffentlichung: 23. September 2013
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
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Zum Inhalt:

Weihnachten steht vor der Tür … und das ist wunderbar, denn der Hauskater liebt Besuch! Doch wo bleibt er nur, dieser Weihnachten?, fragt er sich neugierig. Immerhin betreibt die Familie einen Riesenaufwand für diesen geheimnisvollen Besucher, den alle, außer dem Kater, zu kennen scheinen. Es wird gebastelt, eingekauft und Nahrung gehortet – in Form von Keksen – alles für Weihnachten! Der Kater traut sich kaum noch zu schlafen, denn Tag und Nacht lauert er Weihnachten auf. Ob er ihn wohl jemals kennenlernen wird? (© cbj)

Weihnachten steht vor der Tür_Artikelbild

Meine Meinung:

Nicht mein erstes Weihnachtsbuch in diesem Jahr, dafür aber auf jeden Fall das süßeste. Kein Wunder – Wird die Geschichte doch aus der Sicht eines Katers erzählt. ♥

Der namenlose Kater (ich habe ihn aufgrund der vielen Ähnlichkeiten spontan nach meinem eigenen Kater benannt :-D) lässt nun wirklich nichts unversucht, um diesen Weihnachten auf die Schliche zu kommen.

„Keine Ahnung, wer Weihnachten ist. Bestimmt niemand, den ich kenne. An so einen Namen würde ich mich erinnern. Es erklärt einem ja auch keiner was. Man ist ja nur ein Kater.“ (Seite 16)

Die Diele wird in Beschlag genommen, die Nachbarschaft ausgekundschaftet und der Hund von nebenan in die Zange genommen, während man ihm das Futter wegfrisst. Tannenbäume scheinen auf einmal nicht mehr als weihnachtliche Dekoration benutzt zu werden, sondern sind Opfergaben, die für diesen ominösen Weihnachten verbrannt werden.

Eine schnurrig-schöne Weihnachtsgeschichte, die man als Erwachsener schmunzelnd selbst lesen, oder den Kleinen vorlesen kann. Die farbigen Illustrationen sind allerliebst und runden des Katers Ausführungen wunderbar ab.

Und wer, so wie ich, eine Samtpfote zuhause hat, wird diese anschließend wohl mit anderen Augen sehen. ;-)

5SaFi