{Rezension} Tuesday und der Zauber des Anfangs | Angelica Banks

Tuesday

Autor: Angelica Banks
Titel: Tuesday und der Zauber des Anfangs
(OT: Finding Serendipity)
Seitenzahl: 240 Seiten
Verlag: Magellan
ISBN: 978-3-7348-4702-8
Veröffentlichung: 21. Juli 2014
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„Mittlerweile war es nicht mehr zu übersehen: Umsponnen von einer ganzen Wolke feinster, glitzernder Silberfäden, sah Tuesday aus, als wäre sie in federleichte Zuckerwatte eingehüllt, die sie allmählich aus dem Schreibsessel hob. Ihre Füße berührten schon nicht mehr den Boden, sie schwebte langsam höher und höher.“ (Seite 34)

Tuesday McGillycuddy lebt mit ihrem Hund Baxterr, sowie Vater Denis und Mutter Serendipity Smith, einer Schriftstellerin, in der Brown Street:
Vater und Tochter warten darauf, dass die Autorin nun endlich ihr aktuelles Buch beendet, und die Familie für eine Zeit lang wieder unter sich sein kann, zusammen sein kann.
Als Tuesday nach ihrer Mutter sehen will, entdeckt sie einen geheimnisvollen silbernen Faden. Dieser Faden nimmt sie mit an einen Ort, an dem alle Geschichten ihren Anfang nehmen. Eigentlich möchte sie dort nur nach ihrer Mutter suchen. Doch sie findet unglaubliche Abenteuer…

„>>Verstehst du denn nicht? Es hat dich erwischt! Eine Geschichte hat dich gepackt. Es hat keinen Sinn, das Unbestreitbare zu bestreiten, das Unaufhaltsame aufhalten zu wollen. Also lass dich nicht aufhalten, mein Schatz! Folge den Wörtern, denn genau das ist es wohl, was eine Schriftstellerin macht. Folge einfach den Wörtern.“ (Seite 34/35)

Tuesdays Mutter ist eine sehr bekannte Schriftstellerin, die eine erfolgreiche Kinderbuchreihe verfasst hat und gerade am letzten Band schreibt. Als Autorin ist sie sehr selten in der Öffentlichkeit und wenn, dann ändert sie ihr Aussehen. Also weiß keiner, dass Sarah McGillycuddy hinter Serendipity Smith steckt.
In der Familie gleicht es immer einem Feiertag, wenn Sarah ein Buch beendet hat, und dann wieder ein aktiver Teil der Familie ist.
Als Tuesday nach ihrer Mutter sehen will, ist sie verschwunden. Sie entdeckt in der Schreibmaschine die nicht beendete Geschichte und tippt selber darauf herum. Ein geheimnisvoller silberner Wörterfaden entsteht, der Tuesday und Baxterr (mit Doppel-R ;) ) in die Welt der Geschichten bringt. Hier trifft sie auf Blake Luckhurst, einen jugendlichen Autor, der nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch sehr überheblich ist.
Tuesday muss ihre eigene Geschichte nun von Anfang bis zum Ende bringen, um ihre Mutter zu finden. Auf dem Weg dahin triff sie auf Vivienne Small, die Protagonistin in den Büchern ihrer Mutter. Gemeinsam mit ihr erlebt sie weitere Abenteuer.

„>>[…]Es ändert nichts an der Tatsche, dass Geschichten nun einmal erzählt werden möchten. Sie haben ihre ganz eigenen, besonderen Kräfte und sie suchen sich ihre Erzähler äußerst sorgfältig aus. Doch um eine Geschichte niederzuschreiben, musst du sie erst fühlen. Sie einatmen. Deine Figuren überallhin begleiten, mit ihnen sprechen.[…]<<“ (Seite 71)

Die Geschichte, die Autorin Angelica Banks hier geschrieben hast, ist einfach zauberhaft und wundervoll!
Mit einem sehr schönen Erzählstil führt sie durch die Geschichte, die altersgerecht erzählt wird, aber auch mich als Ü30er verzaubern konnte.
Die Story steckt voller Abenteuer, aber auch voller Botschaften für all die Autoren unter den Lesern.

Desweiteren kann auch die Gestaltung des Buches überzeugen. Hier fällt der noch junge Magellan Verlag mit seinem Startprogramm wirklich positiv auf!
Die Bücher haben wunderschöne Cover, sind liebevoll und hochwertig gestaltet und nachhaltig produziert. So auch „Tuesday und der Zauber des Anfangs“. Ein Buch, das man gerne in die Hand nimmt und auch im Regal stehend gerne betrachtet. Ein gelungenes Rundumpaket!

„Tuesday und der Zauber des Anfangs“ ist ein wundervoller Abenteuerroman für alle Prinzessinnen und Prinzen ab 10 Jahren, der aber ebenso die Mütter begeistern wird. Eine schöne Geschichte, die auf spannende und verständliche Art und Weise erzählt wird, und den Leser mit in eine Welt nimmt, in der die Geschichten ihren Anfang nehmen.

„>>Wenn es eine gute Geschichte ist, kann sie sich so echt anfühlen wie die Sonnenstrahlen auf deinem Gesicht. Du kannst sie schmecken wie Pfefferminz auf deiner Zunge. Du kannst sie hören wie einen Donnerschlag oder den Schrei eines Menschen, den du sehr lieb hast. Es wäre doch sicher keine gute Geschichte, wenn wir, die Schriftsteller, nicht wirklich daran glauben würden, nicht wahr?<<“ (Seite 237/238)

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