{Blogspecial} #unsterbliche Liebespaare | Luca & Allegra | Setting Gardasee

 

Willkommen zum zweiten Tag des Blogspecials zu „Luca & Allegra – Liebe keinen Montague“ und „Being Beastly“

Heute nehme ich euch mit auf eine Reise an den Gardasee, dem Setting von „Luca & Allegra“ von Stefanie Hasse

Kaufen: Verlag * Amazon

 

(Bildquelle: http://pin.it/1d36Vr0)
Der malerische Schein trügt, denn genau hier haben sich nach ihrem damaligen Rauswurf aus Verona zwei Familien angesiedelt, die aufgrund eines göttlichen Fluches Todfeinde sind.
Montague und Capulet
Ich spiele heute eure Reiseleiterin und zeige euch ein paar Fotos von Schauplätzen, die ihr beim Lesen von „Luca & Allegra“ unbedingt im Hinterkopf haben solltet:
Willkommen in Limone sul Garda, dem Sitz der Familie Capulet:
(Bildquelle: http://pin.it/w115l-n)
Auf der gegenüberliegenden Seite des Gardasees liegt Malcesine, wo sich die Familie Montague angesiedelt hat:
(Bildquelle: http://pin.it/APUW4k5)
Im Palazzo dei Capitani trifft Protagonistin Allegra das erste Mal auf Luca:
(Bildquelle: http://pin.it/Vo1UyN2)
Im Palazzo Scaligero, dem Wohnsitz der Montagues, findet der diesjährige Maskenball statt, auf dem Allegra ihrem „Romeo“ begegnet:
(Bildquelle: http://pin.it/Ey73lAC)
Im Dunkel der Nacht, findet in den uralten Gärten des Castels hoch oben über Limone gelegen, ein geheimes Treffen statt:
(Bildquelle: http://pin.it/H28IfVJ)
Die Begegnung bleibt nicht ohne Folgen.
Hier könnt ihr einen ganz besonderen Blick über den Gardasee genießen –
vom Gipfel des Monte Baldo aus:
(Bildquelle: http://pin.it/H68VOdt)
Ihr weiterer Weg führt Allegra unzähligen kleinen Serpentinen hinauf auf dieses Tor zu, das Sommer wie Winter einen zweiten Blick wert ist:
(Bildquelle: http://pin.it/hYE1hQR und http://pin.it/bl_dkqj)
Weiter geht es durch enge Schluchten
(Bildquelle: http://pin.it/7zuPhGi)
und dunkle Höhlen
(Bildquelle: http://pin.it/iYb7JhM)
bis nach Tremosine, wo sich ihr ihr Schicksal endgültig entscheiden wird.
(Bildquelle: http://pin.it/FF4NPjL)
Zuletzt ein kleiner Blick auf die engen Gassen von Limone:
(Bildquelle: http://pin.it/3ZdEzqm)
Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug an den Lago di Garda gefallen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch während des Lesens immer diese Bilder im Kopf habt.
~
Nun aber zum Gewinnspiel:
Ihr habt die Chance auf diese fantastischen Preise:
1. Platz:
 Windlicht, Kette mit Venus‘ Magie,
Schmucklesezeichen, Stift, Notizbücher, Sticker, Postkarte, Magnet und
Lesezeichen plus 
E-Book von „Sinabell. Zeit der Magie“ im Wunschformat
2. und 3. Platz:
Schmucklesezeichen, Notizbuch, Magnet,
Postkarte und Lesezeichen
Um in den Lostopf zu hüpfen, sagt mir bis zum 1.6.2016 in einem Kommentar, welches der Bilder euer Favorit ist (gerne auch mit Begründung).
Alle Kommentare des entsprechenden Gewinnspiels werden in einen Lostopf geworfen, je öfter ihr teilnehmt, desto größer eure Chancen.
Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.
Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 2.6.
***
Morgen geht es bei Katja weiter mit „Die Schöne und das Biest“, dem ersten Beitrag zu Being Beastly.
Übermorgen erfahrt ihr bei Anna-Lena mehr über „Romeo & Julia“ und könnt das zweite Los für die Gewinne oben sammeln.
Viel Spaß bei den weiteren Stationen!
Eine Übersicht findet ihr hier.
Liebe Grüße
Sabrina

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[Rezension] Zeit für Eisblumen | Katrin Koppold

Zeit füŸr Eisblumen
 
Titel: Zeit fur Eisblumen (Sternschnuppen-Reihe 2/4)
Autor: Katrin Koppold
Seitenzahl: 314 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1-492-10032-4
Veröffentlichung: 07. August 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Nach der Geburt ihres Sohnes Pauls gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen: Der Job stresst, in ihre alte Kleidergröße passt sie immer noch nicht wieder hinein und ihr Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen.
Als sie nach einem Fehler auf der Arbeit von ihrem Chef in Zwangsurlaub geschickt wird, beschließt Fee, ihr Leben zu ändern. Sie trennt sich von Freund Sam und macht sich mit ihrer Mutter und dem elf Monate alten Paul auf ins winterliche Irland. Fernab vom Stress und der Hektik der Großstadt versucht Fee, zu sich selbst zu finden. Und sie möchte David wiedersehen, einen Straßenmusiker, mit dem sie vor einiger Zeit eine Affäre hatte – und den sie seitdem einfach nicht vergessen kann. (© Katrin Koppold)

Zeit für Eisblumen_Artikelbild

Meine Meinung:

Nachdem mir die Reise von Helga in „Aussicht auf Sternschnuppen“ so gut gefallen hat, musste ich unbedingt auch die Geschichte von ihrer Schwester Fee in „Zeit für Eisblumen“ lesen…

Relativ schnell wurde klar: In „Zeit für Eisblumen“ geht es ein wenig ernster zu als noch im ersten Teil der Sternschnuppenreihe. Das liegt natürlich vor allem an den Themen, die Katrin Koppold hier aufgreift – z. B. Wochenbett-Depressionen.

Doch trotz der ernsten Untertöne ist es der Autorin gelungen, die Geschichte angemessen locker und leicht zu erzählen. So wirkt sie nicht zu schwer und gibt einem auch nicht Gefühl, vom dem Gelesenen erdrückt zu werden. Ein absoluter Pluspunkt für mich.

„Wir stellten uns unter einem großen Ahornbaum in Position. Helga, zwei Hände fest um ihren Babybauch geschlungen, Lilly in ihrem voluminösen Brautkleid, Mia mit ihrer Irokesenfrisur und ich. Wir sahen glücklich aus in diesem Moment.“ (Seite 18)

Katrin Koppold hat schon bei „Aussicht auf Sternschnuppen“ unter Beweis gestellt, dass sie das Talent hat, Orte und Landschaften so zu beschreiben, dass man während des Lesens das Gefühl hat, live dabei zu sein. Bei „Zeit für Eisblumen“ kommt man auch wieder in diesen Genuss. Man befindet sich gemeinsam mit Fee auf der Reise und genießt den schönen Anblick von Irlands Landschaft.

Die Geschichte in „Zeit für Eisblumen“ startet langsam und führt die Leserinnen erstmal in das momentane Leben von Fee ein, bevor es nach Irland geht. Seite für Seite bekommt man einen besseren Einblick in das Wie und Warum. Durch immer mal wieder eingestreute Rückblicke gewährt die Autorin Einblicke in die Zeit vor und während Fees Schwangerschaft und rundet somit ihr Profil ab.

Dabei ist Fee keineswegs eine Frau, von der ich behaupten könnte, gerne mit ihr befreundet sein zu wollen. Auf mich wirkte sie lange Zeit zu oberflächlich und ich-bezogen. Zumindest zu Beginn des Buches. Zum Ende hin kehrt sich dieses Bild ein wenig ins Gegenteil um. Doch bis es soweit ist, muss Fee viele kleine Schritte zurücklegen.

„Die Sängerin sang von Wunden, die nicht heilten, von einem Schmerz, der zu echt ist, und dass es zu viel gibt, was die Zeit nicht heilen kann. Ich lachte auf. Ja! Mit Wunden, die nicht heilten, kannte ich mich aus …“ (Seite 246)

„Zeit für Eisblumen“ ist für mich kein „typischer“ Chick-Lit-Frauenroman. Ernste Untertöne vermischen sich hier mit einem lockeren Schreibstil zu einer Geschichte, die die Leserinnen in das winterliche Irland entführt und eine wunderbar wahre Botschaft hat: Nimm dir Zeit für Eisblumen. Wer weiß, was du sonst verpasst?!

4SaFi


Die zwei Leben der Alice Pendelbury [Rezension]

Die zwei Leben der Alice Pendelbury von Marc Levy
 
Titel: Die zwei Leben der Alice Pendelbury
Autor: Marc Levy
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-7645-0444-1
Verlag: Blanvalet
Veröffentlichung: 28. Mai 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Alice Pendelbury lebt ein ruhiges Leben ist London. Sie kreiert Parfums und trifft sich gerne mit ihren besten Freunden zum Essen, Trinken und Musik hören. Im Dezember 1950 werden durch einen Besuch des Jahrmarktes in Brighton die Weichen für eine Reise gestellt, die Alices Leben komplett auf den Kopf stellen wird. Denn auf diesem Jahrmarkt geht sie zu einer Seherin. Diese prophezeit ihr: „Der Mann, der der wichtigste Mensch für dich sein wird, derjenige, den du seit jeher suchst, ist gerade hinter dir vorbeigegangen. Um ihn zu finden, wirst du sechs bestimmten Personen begegnen müssen. In dir stecken zwei Leben – das, das du bereits kennst, und das andere, das noch auf dich wartet …“ Zusammen mit ihrem kauzig wirkenden Nachbarn Ethan Daldry begibt sich Alice auf diese Reise mit ungewissem Ausgang.

Die zwei Leben der Alice Pendelbury - Marc Levy

Die zwei Leben der Alice Pendelbury – Marc Levy

Meine Meinung:

Für mich war dieses Buch erst das zweite des französischen Bestsellerautors. Und so langsam verstehe ich, warum er das ist, warum er so unglaublich erfolgreich ist.

„Die Laternen schaukelten im Wind und verliehen der riesigen Mole in dieser Winternacht den Anschein eines erleuchteten Ozeandampfers, der mit all seinen Lichtern das endlose Meer erhellte.
Während die Gruppe dem Ausgang zustrebte, lächelte eine Wahrsagerin von ihrer Bude aus Alice zu.“
(Seite 24/25)

Ich muss gestehen, dass es ein wenig gedauert hat, bis ich das erkannt habe, aber Marc Levy ist schlicht und einfach ein toller Erzähler – auf leise Art und Weise. Anfangs verwechselte ich diese Unaufgeregtheit, die seine Geschichte ausstrahlt, noch mit Langeweile. Je mehr ich las, wurde mir aber bewusst, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Und schließlich verfiel ich nach und nach dem Charme seiner Worte.

Schon auf den ersten Seiten offenbart sich scheinbar der Name des Mannes, den die Seherin erwähnt hat – Rafael. Was es mit diesem Mann auf sich hat erfährt man aber nicht sofort. Dafür muss man schon das Buch lesen. So ganz ohne Hintergedanken geht das nach dem kurzen, aber prägenden Prolog natürlich nicht. Der Name Rafael schwirrte zumindest bei mir immer im Kopf rum. Ich habe der Begegnung der beiden entgegen gefiebert und war auf des Rätsels Lösung gespannt.

>>Mister Daldry, würden Sie freundlicherweise aufhören, sich ständig über mich lustig zu machen?<<
>>Miss Pendelbury, ich verspreche Ihnen, es zu versuchen, aber verlangen Sie bitte nicht Unmögliches von mir.<<
(Seite 47)

Zu Beginn lernen wir Alice, ihre Freunde und natürlich ihren Nachbarn Mr. Daldry kennen. Und genauso unspektakulär und dennoch schön wie die Geschichte an sich, sind auch die Charaktere niedergeschrieben. Sie wirken natürlich und lebensecht. Das Leben in der Nachkriegszeit, den Flair der 50er Jahre, und die damaligen gesellschaftlichen Regeln für Freundschaften zwischen Männern und Frauen lässt Marc Levy wunderbar einfließen, ohne es einem direkt unter die Nase zu reiben. Je weiter der Verlauf voranschreitet, zieht die Geschichte immer größere Kreise, bis weit in die Vergangenheit hinein.  Ein kleines bisschen führte mich der Autor in die Irre. Das habe ich aber erst zum Schluss des Buches gemerkt, welches mich emotional sehr berührt hat.

Ohne großen Firlefanz, aber dennoch detailliert beschrieben, ohne dabei überladen zu wirken, hat mich Marc Levy in dieses Buch, in das Leben von Alice, hineinkatapultiert. Es ist keine spannende Geschichte, obwohl im Laufe des Buches natürlich viele Fragen aufkommen. Es ist keine romantische Geschichte, obwohl die Liebe eine große Rolle spielt. Und doch ist dieses Buch genau das. Nur eben auf Levy-Art – unaufdringlich, aber einnehmend.

„Als sie sich auf dem Treppenabsatz verabschiedeten, machte Daldry Alice darauf aufmerksam, dass sie guten Grund habe, dich zu freuen, denn Ogüz Zemirli war zwangsläufig die dritte, wenn nicht sogar die vierte der sechs Personen, von denen die Hellseherin in Brighton gesprochen hatte.“
(Seite 247)

Das Cover passt mit dem tollen Ausblick, den auch Alice Pendelbury und Ethan Daldry während ihres Aufenthaltes in der Türkei immer wieder genießen dürfen, perfekt zu dem Inhalt. Und auch der deutsche Titel passt wunderbar zu dem Buch. Wenn auch in einem völlig anderen Sinn, als ich es vorher für möglich gehalten hätte.

„Die zwei Leben der Alice Pendelbury“ ist ein leises Buch, das eine tiefe Wirkung bei mir erzielt hat. Tolle Charaktere ergeben zusammen mit einem ungewöhnlichen Grund für eine Reise einen Roman, der durch seine Schlichtheit besticht, aber alles andere als das ist.

4SaFi


Die Landkarte der Liebe [Rezension]

Autor: Lucy Clarke
Titel: Die Landkarte der Liebe
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3492300858
Verlag: Piper

 

 

 

Zum Inhalt:

Zwei Schwestern – zwei Reisen – eine große Frage: Warum?

Mia befand sich auf Weltreise. In Bali stürzte sie von einer Klippe und starb. Als ihre Schwester Katie diese Nachricht erhält kann und will sie es nicht glauben, und klammert sich an Mias meerblaues Tagebuch, in dem sie ihre Reise festhielt, denn mehr bleibt ihr nicht von ihrer Schwester.

Sie fasst einen Entschluss und unternimmt die gleiche Reise wie Mia, mit dem Tagebuch als Reiseführer und erfährt nach und nach mehr über ihre Schwester und auch über sich selbst…

Meine Meinung:

Das Cover passt perfekt zum Inhalt – der deutsche Titel leider weniger. Für die englischsprachigen Ausgaben gibt es wohl drei verschiedene Titel, die alle besser passen würden, wie ich finde: „The Sea Sisters“ und „Swimming at Night“ bzw. „Riding Seahorses“. Im Laufe des Buches ist hin und wieder von Katie und Mia als Seeschwestern die Rede, das Meer spielt eine große Rolle, und auch die Seepferdchen sind von Bedeutung. Aber das ist nur eine Kleinigkeit und hat ja auch keinen Einfluss auf die Geschichte an sich. Und eigentlich störe ich mich an so was auch nicht, aber bei diesem Buch ist es mir besonders aufgefallen.

Der Schreibstil ist eher schlicht gehalten, aber sehr emotions- und bildreich. Die Stationen der Reisen sind schön beschrieben und auch die Gedanken, Gefühle und Handlungen von Katie und Mia kommen gut zum Ausdruck – einige Male musste ich mit den aufsteigenden Tränen kämpfen und spürte einen Kloß in meinem Hals, wenn beschrieben wurde, warum und wie die Schwestern in bestimmten Situation gehandelt und reagiert haben. Ich konnte während des Lesens mit Katie und Mia lachen und weinen, bangen und hoffen, war mal fröhlich und manchmal auch traurig gestimmt.

Die Geschichte ist wunderbar erzählt. Immer abwechselnd aus der Sicht von Katie, im Hier und Jetzt, und von Mia, ein halbes Jahr zuvor. Im Laufe des Buches werden immer mal wieder Andeutungen gemacht, Fragen aufgeworfen und Geheimnisse aufgedeckt. Alles setzt sich nach und nach zusammen, wie Puzzleteilchen. Und obwohl ich mir manches durchaus denken konnte, war mir beim Lesen nie langweilig, denn der Weg zu diesen vorhersehbaren Momenten war eigentlich immer anders, als ich es erwartet hatte.

Das Ende fand ich zwar ganz schön und es hat mich auch berührt, allerdings wirkte es auf mich ein wenig zu konstruiert, gerade was den Ort angeht. Schade eigentlich, denn ansonsten empfand ich die Geschichte als sehr echt und realitätsnah.

Insgesamt ein schönes Buch über die Beziehung zweier Schwestern, die mich stellenweise sehr berührt hat und für kurzweilige Lesestunden sorgte.

SaFi


Donnerstags im Fetten Hecht [Rezension]

Autor: Stefan Nink
Titel: Donnerstags im Fetten Hecht
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-8090-2622-8
Verlag: Limes

 

 

Zum Inhalt:

Oer-Erkenschwick: der Ausgangspunkt zu einer Reise rund um die Welt, die Siebeneisen wahrscheinlich nie vergessen wird.

Eigentlich ein ruhiges Leben führend, steht von einem Tag auf den anderen alles Kopf. Sein Kumpel Schatten kann erben, und zwar richtig: 50 Millionen Euro. Dafür müssen „nur“ 7 weitere Miterben ausfindig gemacht werden, die in alle Windrichtungen verstreut rund um den Globus leben.

Und so geht es los – donnerstags im fetten Hecht. Eigentlich werden hier unter den Freunden Siebeneisen, Schatten und Wipperfürth Tipp-Kick-Partien ausgetragen. Aber das ist nun vorbei: Siebeneisen reist um die Welt und seine Kumpels funktionieren die Kneipe zur Kommandozentrale um.

Meine Meinung:

Was habe ich gelacht und geschmunzelt. Aber nicht nur das, ich habe auch jede Menge gelernt. Über Menschen und Sitten aus fremden Kulturen. Über Länder und Orte, die ich nur zu gerne auch einmal bereisen würde.

Die Landschaften, Menschen und Sitten sind sehr liebevoll und bildhaft dargestellt. Diese teilweise recht ausführlichen Beschreibungen sind aber nie langweilig – dank des tollen Humors, der sich durch das ganze Buch zieht. Da Stefan Nink selbst Reisejournalist ist, wirkt auf mich zudem alles sehr glaubhaft. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen rund um all die Tiere, denen Siebeneisen auf seiner Reise begegnet. Welche das im Detail sind, möchte in Hinblick auf die jeweiligen Reiseorte jedoch nicht verraten.

All die durchaus aberwitzigen Abenteuer, die Siebeneisen während seiner Reise erlebt, haben mich sehr zum Lachen gebracht. Das lag an den Tieren, die Siebeneisen immer wieder aufs Neue herausgefordert haben. An den Erben, die nicht so leicht zu finden sind, wie vielleicht ursprünglich gedacht. An den beiden Freunden, die daheim in Oer-Erkenschwick geblieben sind und es Siebeneisen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gerade leichter gemacht haben. Aber vor allem lag das an Siebeneisen. Er ist mir mit jeder Seite sympathischer geworden und sogar ein wenig ans Herz gewachsen. Was für ein liebenswerter Kerl, der sich von Nichts und Niemandem unterkriegen lässt.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist flüssig und lässt sich gut lesen. Mich hat es auch nicht gestört, dass die Ereignisse immer mal wieder in kleinen Rückblicken geschildert werden – ich mag es, wenn die Geschichte so ein wenig hin- und herspringt und dann am Ende alles einen Sinn ergibt, so wie hier.

Von dem Ende war ich zunächst ein wenig überrascht. Ich finde es aber durchaus gelungen. Ein kleiner Cliffhanger, der Lust auf mehr macht.

Stefan Nink hat mit diesem tollen Debütroman dafür gesorgt, dass ich nun Fernweh habe. Ich bin ihm aber nicht böse, denn ich wurde während des Lesens sehr gut unterhalten.

Ein „Reisebericht“ der etwas anderen Art. Für mich ein toller Lesespaß – witzig, spannend und informativ.

SaFi