Bald erscheint… „Die Seele des Ozeans“ von Britta Strauß

Britta Strauß

Britta Strauß

Wir freuen uns, euch heute die Leseprobe des neuen Romans „Die Seele des Ozeans“ von Britta Strauß präsentieren zu dürfen, der am 01. Oktober 2013 im Drachenmond Verlag erscheint.

Britta Strauß – Leseprobe – Die Seele des Ozeans

Die Seele des Ozeans
„Eine todkranke Schriftstellerin, die sich an die einsame Küste Nordirlands zurückzieht.
Ein magischer, weißer Narwal.

Und ein geheimnisvoller Fremder mit dem Blut des Meeres in den Adern, der dazu bestimmt ist, für die Liebe das größte aller Opfer zu bringen.“

„Die Seele des Ozeans“
Britta Strauß
VÖ: 01. Oktober 2013


 

SaCre hat auf unserem Blog bereits zwei Bücher der Autorin vorgestellt und war begeistert. Mit einem Klick auf die Cover gelangt ihr zu den entsprechenden Rezensionen.

Nocona Britta StraußBritta Strauß - Sturmherz

Außerdem war Britta die erste Autorin, die wir interviewen durften. >>klick<<

„Die Seele des Ozeans“ wird bei uns natürlich auch Einzug halten. Wir sind schon sehr gespannt darauf und freuen uns sehr, wieder ein Werk von Britta in den Händen halten zu dürfen.

Habt ihr schon mal etwas von Britta gelesen? Wenn ja, was? Wenn nein: das solltet ihr unbedingt schnellstmöglich nachholen!



Im Gespräch mit… Britta Strauß

Nachdem ich das Buch „Nocona: Eine Liebe stärker als Raum und Zeit“ von bookshouse.de zum Rezensieren bekam, hatten wir Bookwives nun das Vergnügen, ein Gespräch mit der Autorin Britta Strauß zu führen.

Bitte stelle Dich unseren Lesern kurz vor.

Hallo. Ich heiße Britta, wohne im Bergischen Land und wechsle mehrmals am Tag das Universum.

In Deinem Buch „Nocona“ geht es um die Liebe zwischen der weißen Cynthia Ann Parker und dem Comanchen-Häuptling Nocona.
Wie hast Du Dich darauf vorbereitet, woher die Informationen eingeholt? Warst Du in Oklahoma? Woher kommt die Detailtreue? (Fragen über Fragen… *grins*)

Darauf vorbereitet? Hm, eigentlich gar nicht. Ich war auch noch nie in den USA. Die Geschichte kam plötzlich und unerwartet zu mir, so dass ich mich anfangs einfach ahnungslos reinstürzte. Cynthias Geschichte war ein typisches Must-Write. Ich stieß zufällig in einer Zeitschrift darauf, war tief berührt und wusste: Da musst du ein Buch drüber schreiben. Erst nach und nach tauchte ich tiefer in die Recherchewelt ein, las Bücher über Quanahs Leben, sah mir „Into the West“ an, schmökerte diverse PM-Zeitschriften und kam mit Menschen in Kontakt, die mir viel über das indianische Leben damals und heute erzählen konnten. Einer von ihnen, eine sehr engagierte Frau namens Andrea, gehört diese Seite: http://www.andreac.de

Zusammengefasst habe ich gute drei Jahre an NOCONA gearbeitet und bin währenddessen mit unzähligen Quellen in Berührung gekommen. Bis zum letzten Satz habe ich noch Dinge dazugelernt. Und manche waren längst in meinem Kopf präsent, als wären es meine eigenen Erfahrungen.

 Warum liegt dieses Buch Dir so besonders am Herzen?

Weil ich selbst liebe und geliebt werde, und weil dieses Buch genau die Botschaft vermittelt, die ich ins ganze Universum hinausrufen möchte. Die Liebe ist das Wichtigste. Sie überdauert Zeit und Raum. Natürlich lag es mir auch sehr am Herzen, zwei Seelen, die getrennt wurden, wieder zusammenzuführen und ihnen einen neuen Anfang zu schenken. Auch wenn es nur in meinem Kopf geschah … aber wer weiß. Die Liebe macht alles möglich.

Hast Du Dich schon immer für Indianer begeistert und z. B. auch Karl May gelesen?

Ja, seit ich denken kann. Und klar stand auch Karl May auf meinem Leseplan. Ich klebte schon als Kind vor dem Fernseher, wenn Indianerfilme gezeigt wurden. Ich besaß ein gelbes Kinder-Tipi und einen gewaltigen Kopfputz, der größer war als ich selbst. Wer weiß, vielleicht ging es mir wie Sara – ich spürte einfach das Echo eines alten Lebens.

Kennst Du Dein indianisches Sternzeichen – ohne zu googlen? :)

Gürteltier, nehme ich an.

Was denkst Du über Reinkarnation?

Ich glaube daran. Sonst wäre alles sinnlos in meinen Augen. Man lernt sein ganzes Leben lang, macht Erfahrungen, entwickelt sich weiter – und mit dem Tod soll alles aus sein? Für mich war das noch nie nachvollziehbar. Ich bin mir sicher, dass es weitergeht. Sei es in einer anderen Welt, in einer anderen Dimension, in einem neuen Körper oder auf sonsteine Weise. Das, was wir in einem Leben lernen, nehmen wir mit uns. Gut möglich, das manche hundert Leben leben, bis sie ein bestimmtes Ziel erreichen. Andere brauchen nur zwei oder drei oder sogar nur eines. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich hier bin, um Erfahrungen zu sammeln.

Welches Deiner Bücher empfiehlst du einem Britta Strauß Erstleser?

Keine Ahnung. Vielleicht mein erstes, Nathaniels Seele. Nimmt man die chronologische Reihenfolge, kann man ganz gut beobachten, wie sich mein Stil im Laufe der Jahre verändert hat. Ich merke es zwar selbst nicht, aber viele Leser beteuern, dass ich mich weiterentwickelt habe.

Mit welcher Deiner Figuren identifizierst Du Dich am meisten und warum?

Besonders nahe fühlte ich mich immer meinem Helden Christopher aus „Meeresblau“. Keine Ahnung, warum. Vielleicht, weil ich selbst weiß, wie quälend Zwiespälte sein können. Weder hin noch her zu können, weil man beide Seiten liebt. Weil ich mich nach demselben sehne, dasselbe hoffe, Ähnliches empfinde und ihn ein bisschen beneide um das, was er letzendlich verwirklicht.


Was liest Du, wenn Du Zeit hast? Gibt es Autoren, die Dich inspirieren?

Ich lese alles möglich. Was immer mir interessant erscheint. Zuletzt inspirierten mich Lovecrafts schaurig-erschütternde Beschreibungen, aus dem einfachen Grund, weil ich letztens selbst dabei war, ein Seeungeheuer zu kreieren. Meine All-Time-Inspiration ist allerdings „Die unendliche Geschichte“. Und mein Lebensgefährte John Akhen, der zwar kein Autor (mehr) ist, aber ein toller Musiker. Seine Klangwelten haben schon manche Geschichte erschaffen.

Welche 3 Buchtitel beschreiben Dich treffend?

Die Unendliche Geschichte, Meeresblau und Nocona. 

Was können wir in nächster Zukunft von Dir erwarten?

Da haben wir nächstes Jahr „Die Seele des Ozeans“. Ein irisches Märchen, das keines ist, und das die Leser in die Tiefe des Ozeans und in die magische Welt eines Buches entführen wird.
Nebenbei schreibe ich an einer winterlichen Gruselgeschichte, die mir erst vor Kurzem dank meines Liebsten in den Sinn kam. Hier verrate ich noch nichts. Nur soviel: Sie wird den Titel „Hunters Moon“ tragen.

Liebe Britta, vielen Dank noch einmal! Wir freuen uns sehr auf neuen Lesestoff und vielleicht begegnen wir uns ja eines Tages zum Kaffeeklatsch, so von Lachs zu Eule zu Gürteltier. :)

Wer mehr über Britta Strauß erfahren möchte, kommt hier auf ihre Website. Die Bilder stammen von der Website der Autorin und wurden mit ihrer Genehmigung verwendet.


Nocona: Eine Liebe stärker als Raum und Zeit [Rezension]

Autor: Britta Strauß
Titel: Nocona: Eine Liebe stärker als Raum und Zeit
Seitenzahl: 528
ISBN: 978-3864430848
Verlag: Sieben-Verlag

 

 

Zum Inhalt:

Die junge Fotografin Sara reist durch den mittleren Westen der USA, auf der Suche nach dem einen, besonderen Foto. Als ihr in einem Museum der Comanche Makah über den Weg läuft, ist sie hingerissen. Das perfekte Gesicht für das perfekte Foto. Doch wie erklärt sich die Vertrautheit zwischen ihnen? Was haben die intensiven Träume zu bedeuten, die sie seit ihrem ersten Zusammentreffen immer häufiger heimsuchen? Träume, die sie in die Vergangenheit reisen lassen, in eine Welt, die längst untergegangen ist. Immer mehr Fragen tauchen auf, die mit dem Verstand nicht zu beantworten sind.

Als Pflichten Sara zurück nach New York zwingen, wird sie von Visionen überwältigt. Sie spürt, dass nur Makah ihr helfen kann. Verzweifelt versucht sie, ihn wiederzufinden, doch als es ihr endlich gelingt, bricht Unheil über die beiden Liebenden herein. Schatten aus ferner Vergangenheit drohen ihr Leben zu zerstören, auf Sara wird ein Mordanschlag verübt.

Während Vision und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen und eine tragische Liebe aus längst vergangenen Zeiten ihren Weg in die Gegenwart findet, kämpft Makah um das Leben der Frau, der sein Herz gehört.

Meine Meinung:

„Ich will dich in eine Decke aus Wind hüllen. Ich will dich in einer Wiege aus Träumen schaukeln. Wenn der Wind mir durch das Haar weht, weiß ich, dass du dich in meinem Herzen bewegst.“

Puh, es fällt mir gar nicht leicht, meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen. Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte. Ich war mittendrin und konnte fühlen, wie der Wind mir durch mein offenes Haar wehte, als ich auf Siyo durch die Canyons und die unendlichen Weiten ritt. Ich konnte sehen, wie mein Volk um das Feuer tanzte, auf Büffeljagd ging und wie Nocona ein Kanu baute… Ach nein, es waren wohl doch nur schöne Tagträume. Die Geschichte ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Das Leben der Indianer ist so detailgetreu beschrieben, dass ich mich frage, ob Britta Strauß wohl damals gelebt und das alles miterlebt hat?

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit: es geht um Cynthia Ann Parker, die als Kind von den Comanchen entführt und dort aufgezogen wurde. Sie erhielt den Namen „Naduah“. Sie heiratete den späteren Anführer „Nocona“ (übersetzt: der Wanderer). Alles schien gut, bis sie bei einem Überfall von „den Weißen“ mitgenommen wurde – gemeinsam mit ihrer Tochter Topsannah. Auf grausame Art und Weise wurde sie so von Nocona und ihren Söhnen Pecan und Quanah getrennt. Letzterer ist der letzte große Kriegerhäuptling, über den berichtet wurde. Ich war so fasziniert von der Geschichte, dass ich immer wieder im Internet über die Personen und deren Leben recherchiert habe. Ebenso habe ich unglaublich tolle Bilder der Staked Plains gefunden. Da wächst die Vorstellungskraft, gemeinsam mit der Sehnsucht…

Das Buch ist eine tolle Liebesgeschichte zweier Paare (im hier und jetzt, und einmal im 19. Jahrhundert), die auf eine unerklärliche Art und Weise miteinander verbunden sind. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten geschrieben, was der Geschichte verschiedene Blickwinkel gibt. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin lenkt aber auch geschickt den Blick auf die amerikanische Geschichte, auf die Kriege zwischen Indianern und Weißen, und auf die Behandlung, die den Indianern durch diese erfuhr. Ein emotional aufwühlendes Buch mit historischem Hintergrund. Eine absolute Leseempfehlung!

An dieser Stelle auch noch ein ganz großes DANKE an bookshouse.de und den Sieben Verlag für das Rezensionsexemplar. Und auch an die Autorin Britta Strauß für den netten Kontakt – und das, was da noch kommt. ;)

SaCre