{Autor empfiehlt Buch} Sommeredition 2014 | Britta Sabbag

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Autor: Joseph Galliano (Hrsg.)1-3-4-8-3-0-7-978-3-7857-2472-9-Galliano-Das-Glueck-wird-dich-finden-org
Titel: Das Glück wird dich finden
(OT: Dear Me – A Letter To My Sixteen-Year-Old Self)
Seitenzahl: 144 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-7857-2472-9
Veröffentlichung: 19. April 2013
Leseprobe
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 Ich würde euch einen etwas anderen Buchtipp ans Herz legen, und zwar keinen Roman. Es ist eher ein Erzählband, ein Sammelsurium an Lebenserfahrungen.

„Dear me – Briefe an mein 16jähriges Ich“ heißt es. Dort schreiben sich Autoren, Künstler, Schauspieler und andere Persönlichkeiten einen Brief – und zwar an sich selbst, als sie 16 Jahre alt waren.
Das hört sich erstmal unspektakulär an, ist es aber nicht – alles andere als das sogar. Es ist aufwühlend, lustig, beeindruckend und erstaunlich, was dort steht. Ich war nach dem Lesen sehr glücklich und bereichert, denn oft denkt man sich „Ach, hätte ich doch…“ – dieses Buch verrät, dass es allen so geht, und es trotzdem genau richtig so ist. Man kann sich die Texte einteilen – einen am Pool, einen nach dem Mittag, einen zwischendurch – und hat immer etwas zum Schmunzeln, perfekt für den Urlaub!
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Über Britta Sabbag:
Copyright Beatrice Treydel

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Britta Sabbag, geboren in Osnabrück (Sternzeichen Skorpion; für alle, die das wichtig finden), studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik an der Universität Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in verschiedenen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer tun wollte: schreiben. Nach Fertigstellung des ersten Romans besuchte sie diverse Drehbuchseminare der IFS Köln und die Autorenwerkstatt des Kölner Filmhauses; verschiedene Drehbuchstoffe befinden sich derzeit in der Entwicklung. Heute schreibt, lebt und liebt sie immer noch in Bonn und will ihrer Wahlheimat auch weiterhin treu bleiben.
Im Bastei Lübbe Verlag sind bisher erschienen „Pandablues„, „Pinguinwetter“ und „Das Leben ist (k)ein Ponyhof„. Ihr Jugendbuch „Stolperherz“ erschien im Boje Verlag. Desweiteren hat sie an diversen Anthologien mitgewirkt.
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Herzlichen Dank, Britta, dass du an unserer Aktion teilgenommen hast!
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Im Gespräch mit… Britta Sabbag

Da uns die Bücher „Stolperherz“ und „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ so begeistern konnten, war die Freude groß, als Britta Sabbag uns ihre Zustimmung zu einem Interview gab. :)
Was sollen wir sagen? Den Humor aus ihren Büchern könnt ihr hier wiederfinden!

Copyright Beatrice Treydel

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Bitte stelle dich unseren Lesern kurz vor.
Britta Sabbag, Autorin, 35, verwirrt.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Über einen Umweg – die Kündigung in meinem alten Job als Personalerin vor 5 Jahren hat mich nicht getroffen. Und da dachte ich: Irgendwas stimmt hier nicht. Und: Was wolltest du schon immer mal tun?  Schreiben! – Das tat ich dann auch.

Wie sieht dein Schreib-Alltag aus?
Im Idealfall stehe ich um halb 9 auf, trinke einen Kaffee, erledige Mails und Telefonate und schreibe von 10-16 oder 17 Uhr durch, mache dann Sport und esse etwas Gesundes.
(In Wirklichkeit bin ich um zehn immer noch müde, esse morgens schon Nutella (ohne Brot) trinke 3-17 Kaffee, verplaudere mich auf Facebook, renne mit dem Kopf gegen eine Tür/ Wand/ Kante/ stoße irgendwas um/ lande in der Notaufnahme/ verfahre mich/ rufe die falschen Telefonnummern zurück und schreibe dann abends darüber, was ich so erlebt habe ;-)

Mit “Stolperherz” hast du zum ersten Mal ein Jugendbuch veröffentlicht. Wie bist du dazu gekommen, in diesem Genre zu schreiben? Wird es weitere Bücher von dir im diesem Bereich geben?
Ein Verlag hatte mich angefragt, und mir eine amerikanische Vorlage geschickt, die mir leider gar nicht gefallen hat (sehr oberflächlich, irgendwie wurde NUR geshoppt) . Ich lehnte ab. Meine Agentin fragte: Was hast du denn mit 15 gemacht, wenn nicht Schuhe, Schminke und Klamotten? Ich sagte: „Ich bin einen Sommer mit einer Band rumgezogen. Und war mit dem Bassisten zusammen (Und mit dem Schlagzeuger. Aber nacheinander!) Und Sie antwortete: „Na dann haben wir doch ein Jugendbuch!“  So war das.

Dein aktuelles Buch heißt “Das Leben ist (k)ein Ponyhof”. Beschreibe uns das Buch in einem Satz.
Es geht darum, dass Antonia den roten Faden im Leben verliert, und sich ganz viele Sorgen macht, vom richtigen Weg abzukommen, und ihr Stiefvater Walter, der ein wenig dement und auch verrückt ist, ihr zeigt, dass sie das nicht muss, und dass das Leben aus vielen Fäden gewoben ist, und nicht nur einer davon rot ist; im Gegenteil – wenn man den roten Faden verloren hat, kann man nach seinem Faden eigenen Ausschau halten, vielleicht ist  er bunt.

Könntest du dir vorstellen, mal in eine ganz andere Richtung zu gehen? Einen Thriller veröffentlichen, beispielsweise?
Nein, mein Kopf gibt strategisches Denken nicht her. Ich habe beispielsweise bis heute Fight Club nicht verstanden.

Du sagst über dich selbst – und hier zitieren wir von deiner Website: “sie sei die beste Romanvorlage, weil niemand erfinden kann, was ihr täglich passiert. Wer also immer noch glaubt, das Leben der Bridget Jones sei unrealistisch, kann gerne mal einen Tag mit ihr verbringen.” Was würde uns so erwarten? Wir sind neugierig!
Wer mich auf Facebook verfolgt, weiß, dass mir immer wieder schräge Dinge passieren, und zwar in einer Häufigkeit, die wohl kein Zufall mehr ist. Vielleicht ist meine Wahrnehmung auch schärfer geworden, weil ja alles toller Romanstoff ist. Aber ein Irren-Magnet bin ich schon wohl auch. Einige Anekdoten kann man unter www.brittasabbag.de nachlesen, unter „Real Life“.

Mit welcher Person aus deinen Büchern würdest du gerne mal einen Tag verbringen und warum? Und was würdet ihr dann tun?
Mit Walter aus „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“. Ich hätte da so einige Fragen.

Was ist der Unterschied zwischen der Arbeit an einem Buch und der Arbeit an einem Drehbuch?
Das Buch schreibt man ganz alleine und ist lange Zeit sehr abgeschottet – selbst die Arbeit mit der Lektorin ist ja einsam, denn man bekommt das lektorierte Manuskript zugeschickt und bearbeitet es wieder. Beim Drehbuch reden hundert Leute mit, es ist ein Sammelsurium an Ideen und immer wieder wird etwas umgeworfen. Die Mischung aus beiden finde ich toll.

Liest du selbst auch gerne? Wenn ja, was/wen?
Klar! Wäre seltsam, wenn nicht, oder? Alles bis auf Thriler/ Krimis, sehr gerne auch Biografien.

Wo hältst du dich daheim am liebsten auf?
Im Bett, eindeutig.

Welche war deine erste CD bzw. Schallplatte? Und welche Musik hörst du heute?
Ich höre alles querbeet. Ich glaube es war „Die Weihnachtsbäckerei“ – ich habe den Ohrwurm immer noch.

Lässt du uns an deiner schönsten Kindheitserinnerung teilhaben?
Ich bin mit 5 Jahren und einem winzigen Koffer aus geflochtenem Korb mal ausgezogen, und zwar auf den Kirschbaum meiner Oma. Alle hatten Verständnis für diese Entscheidung und brachten Essen und Wohnmaterial. Leider wurde es mir nach 20 Uhr eindeutig zu kalt und ich zog wieder zu Hause ein.

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Copyright Beatrice Treydel

Wie sieht für dich ein perfektes Wochenende aus?
Ausschlafen, lange frühstücken, am Meer spazieren und den Sonnenuntergang dort draußen genießen. Keine Termine.

Welcher berühmten Persönlichkeit ähnelst du?
Vielleicht eine Mischung aus Bridget Jones, Ronja Räubertochter und einem total verwirrten Alien aus der Zukunft, das schräge Situationen immer magnetisch anzieht.

Welchen Film könntest du dir immer wieder anschauen?
Viele! Tue ich auch. Alle Doris Day Filme, Frühstück bei Tiffany, Die Brücken am Fluss, Bridget Jones…

Die sinnloseste Sache, die du jemals gekauft hast?
Ein pupsender Kugelschreiber. Wobei… ich konnte ihn schon oft gut einsetzen.

Was bereitet dir Freude?
Sonne, neue Ideen, lachen mit Freunden.

Wie sieht ein Poesie-Album Eintrag von Britta Sabbag aus?
„Es tut mir leid aber ich muss leider gerade ins Krankenhaus weil ich mir beim Brötchenschmieren in die Hand geschnitten haben (siehe Bluttropfen)  – später mehr.“

Über welches Tier dürfen wir uns als nächstes auf einem Buchcover freuen? :)
Das weiß ich noch nicht. :)

Du hast das letzte Wort!
In Wirklichkeit bin ich viel seröser!

Liebe Britta, wir danken dir ganz herzlich, dass du dich unseren Fragen gestellt hast und dass wir an deinem rasanten Leben teilhaben können! :)


{Rezension} Das Leben ist (k)ein Ponyhof | Britta Sabbag

Das Leben ist (k)ein Ponyhof

Autor: Britta Sabbag
Titel: Das Leben ist (k)ein Ponyhof
Seitenzahl: 222 Seiten
ISBN: 978-3-404-16977-1
Verlag: Bastei Lübbe
Veröffentlichung: 15. April 2014
Leseprobe
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Antonia ist Karrierefrau und Workaholic durch und durch. Ihr Leben ist straff durchorganisiert und mit ihrem Freund und Kollegen Carl fühlt sie sich bestens aufgehoben. Doch ihr Leben wird gehörig auf den Kopf gestellt: ihre Mutter gewinnt eine Reise in einen indischen Ashram. Antonia muss nun in ihre verhasstes Heimatkaff Klein Seichtingen zurück kehren, und sich um ihren Stiefvater Walter kümmern.
Zunächst versucht sie, Karriere und „Waltersitten“ unter einen Hut zu bringen. Doch das funktioniert leider überhaupt nicht. Und schon bald sieht sie sich nicht nur großen Problemen im Job gegenüber, sondern bekommt auch eine ganz andere Sicht auf ihr komplettes Leben. Ist sie wirklich glücklich?

„An ihm ist wirklich ein kleiner Junge verloren gegangen, dachte ich, oder ist es eher so, dass er sich diese Einstellung einfach nur bewahrt hat?“  (9. Kapitel, 8/13, 49,4%)

Die Autorin Britta Sabbag konnte mich schon mit „Pinguinwetter“ und „Stolperherz“ gut unterhalten. So war meine Vorfreude groß, als ich mir dieses eBook auf meinen Reader packen und mit in Urlaub nehmen konnte.

Antonia kann man als moderne Karrierefrau beschreiben: ihrem Heimatdorf hat sie den Rücken gekehrt um in die große Stadt und die Business-Welt einzutauchen. Ihr Leben besteht aus Arbeit, Arbeit und nochmal Arbeit. Schließlich möchte sie Junior Partnerin in der Kanzlei werden. Das würde ihre Beziehung zu Carl in noch höhere Dimensionen katapultieren. Kurz vor ihrem Durchbruch kommt der Hilferuf ihrer Mutter, den sie nicht überhören kann und will. Sie schafft es einfach nicht, Walter und ihre Arbeit gleichzeitig zu bewältigen. Und so scheint ihr Stiefvater für sie den Schleudersitz zum Anfang der Karriereleiter zurück zu bedeuten.
Trotz ihrem Erfolg im Beruf scheint Antonia chaotisch, zumindest im Beisein und im Umgang mit Walter und auch einigen anderen Bewohnern des Dorfes, auf die sie erst einmal von „oben herab“ blickt. Doch ihr Gefühl, mehr geleistet zu haben als diese Menschen, legt sich im Laufe der Geschichte.
Antonia war mir von Anfang an sympathisch. Schnell merkte ich, dass unter ihren Schale eine andere Person steckt, als mir die Business-Antonia vermitteln wollte.

Walter. Es ist wahr: jede Frau sollte einen Walter haben. Er ist chaotisch, anstrengend, manchmal etwas kindisch und naiv. Und liebenswert. Er bringt einen zum Lachen – wenn auch des öfteren unfreiwillig. Mit ihm wurde es Antonia und auch mir nie langweilig! Vor allem seine „Filtertennissocken“. Göttlich!

Carl scheint mehr an Antonias Karriere und seinen guten Ruf, als an ihr als Person interessiert zu sein. Ich habe von Anfang an eine Abneigung gegen ihn entwickelt. Die zog sich bis zum Ende der Geschichte.
Die weiteren „Nebendarsteller“ konnten mich ebenfalls alle überzeugen. Die Autorin hat hier die unterschiedlichsten Charaktere ins Rennen geschickt, von denen jeder auf seine Art und Weise die Ziellinie überquert.
Klein Seichtingen als Ort des Geschehens ist perfekt! Ich selber bin in einem ähnlich kleinen Dorf aufgewachsen. Daher konnte ich Antonias Bedenken voll und ganz nachvollziehen und das Dorfgeschehen verstehen.

Der Schreibstil von Britta Sabbag ist einfach großartig. Sie schafft es, ohne überflüssige Worte Personen, Orte und Handlungen zu beschreiben. Sie kann Emotionen und innere Dialoge / Konflikte ihrer Protagonisten gut vermitteln. Und trotz allem Witz und Charme kommt ihre ernstzunehmende Botschaft an:
WENN DU DEN ROTEN FADEN VERLOREN HAST, HALT NACH EINEM ANDEREN AUSSCHAU – VIELLEICHT IST DEINER BUNT!“
Und sie hat damit so recht! Warum sich immer anderen Personen und Konventionen anpassen und versuchen, sich selber in Schubladen zu packen, die zu klein oder zu groß für uns selber sind? Mir hat sie mit dem Buch vermittelt, dass ich mehr auf mich selber hören und achten soll.

„Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ kann ich jedem als perfekte Sommerlektüre empfehlen. Ihre Kernaussage hat Britta Sabbag in eine unterhaltsame Geschichte gepackt, die zwar nicht mit großen und unvorhergesehenen Überraschungen, wohl aber mit einigen spannenden Wendungen aufwartet. Es ist ein Buch, in das man sich zum Wohlfühlen fallen lassen kann. Witzige und lockere Lesestunden sind garantiert!

4

 

 

SaCre


Wir freuen uns auf … Neuerscheinungen April 2014

Neuer Monat, neue Wunschbücher. Diesmal aber zum Glück für unsere SuB’s nicht sooo viele wie im März. ;)

Auf welche Bücher freut ihr euch im April? Wir sind gespannt! :)

Eure Bookwives – Sabrina & Sabrina ♥

most wanted_sacre………..Der Zorn des LammesDie fuenfte Welle von Rick YanceyEin Kleid aus Staub von Sarah ZettelSo geht Liebe von Katie Cotugno

Der Zorn des Lammes“ – hier haben mich Cover und Klappentext sehr neugierig gemacht. Das Rezensionsexemplar ist schon hier… und verschlungen… Mehr dazu bald. :) Desweiteren befindet sich noch „Lost Place“ von dem Autor auf meinem SuB.
Die 5. Welle“ verspricht, der Auftakt einer spannenden Trilogie zu werden. Ebenso „Ein Kleid aus Staub„. Auch hier konnten mich wieder die positiven Rezensionen und die Leseprobe überzeugen.
So geht Liebe“ steht schon einige Zeit auf meiner Wunschliste. Es geht darum, der Liebe eine zweite Chance zu geben. Ich bin seeeeeehr gespannt.

most wanted_safi…………………….Arclight – Niemand überlebt die DunkelheitDead End von Sharon BoltonBusby_Wo_immer.indd

Auf „Arclight – Niemand überlebt die Dunkelheit“ bin ich richtig gespannt. Ein Leben in absoluter Dunkelheit dazu dann noch die Seelenfresser… Das klingt nach guter Unterhaltung.
Der Prolog von „Dead End“ ist schon mal so ganz nach meinem Geschmack bei einem Thriller. Das Buch ist zwar der zweite Teil der Reihe rund um DC Lacey Flint, da es aber erst Ende April erscheint, schaffe ich es vielleicht noch, vorher Teil 1 „Dunkle Gebete“ zu lesen. Ich hoffe auf eine für mich neue und gute Thriller-Reihe.
„Wo immer du bist“ ist im ersten Moment wegen des Covers auf meiner WuLi gelandet. Aufgrund der Leseprobe hat es das Buch bis ganz nach oben auf der Liste geschafft. Die bisherigen Meinungen zum Original „Blink Once“ lassen mich auf ein tolles, emotionales Jugendbuch hoffen.

…………………….most wanted_sacremost wanted_safi

Lieblingsgefühle

SaCre: Ich habe „Lieblingsmomente“ letztes Jahr im Flieger in den Urlaub gelesen (September). Es hat mich einfach umgehauen! Adriana hat mir Herzklopfen und viele Lieblingsmomente beschert, am Ende sogar ein Tränchen im Auge. Klar muss ich wissen, wie die Geschichte um Layla und Tristan weiter geht. Eine Rezi habe ich dazu damals nicht geschrieben.

SaFi: Was soll ich sagen? „Lieblingsmomente“ fand ich einfach toll. ♥ Meine Rezi dazu findet ihr hier. Nun freue ich mich sehr, zu erfahren, wie es mit Layla und Tristan in „Lieblingsgefühle“ weitergehen wird.

Außerdem freuen wir uns noch auf:

……….. Du sollst nicht schlafenDark Heroine - Dinner mit einem VampirAch wie gut dass niemand weiss von Alexa Hennig von LangeAtemlos von M Leighton

……….. SternschnuppenträumeMädchenjägerFeuer und GlasDie Verschwoerung von Brigitte RiebeDas Leben ist (k)ein Ponyhof

…………Die Flutwelle von Mikael NiemiWer braucht schon Schmetterlinge im Bauch von Lucy-Anne HolmesGrimsdon - Die Stadt der verlorenen Kinder von Deborah AbelaViviens himmlisches Eiscafe von Abby Clements

…………Es duftet nach Sommer von Huntley FitzpatrickDenn niemand wird dich finden von Claire McGowanSo finster, so kaltDie Wahrheit ueber Ivy von Kathy Stinson


{Rezension} Stolperherz | Britta Sabbag

Stolperherz

Autor: Britta Sabbag
Titel: Stolperherz
Seitenzahl: 207
Verlag: Boje
ISBN: 978-3-414-82381-6
Veröffentlichung: 14. Februar 2014
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Sanny ist begeistert: Greg, ihr heimlicher Schwarm, lädt das schüchterne Mädchen zur Bandprobe ein. „Crystal“ ist eine total angesagte Band, die regional Auftritte hat und bekannt ist. Es gibt aber noch eine Steigerung: wenn sie es schafft, die bevorstehende Kur sausen zu lassen, könnte sie sogar mit der Band in den Ferien auf Tour gehen. Sanny setzt alles daran und schafft es tatsächlich. Und so beginnt für sie nicht nur ein Roadtrip mit der Band, sondern auch ein aufregender Weg in einen neuen Lebensabschnitt…

„Mein Herz schlug eben nicht in dem Takt, der allen anderen vorgegeben war. Meist schlug es schneller und oft stolperte es. Paps hatte irgendwann angefangen, es >>Stolperherz<< zu nennen. Das passte allerdings nicht ganz zu der Bedeutung meines Namens – Sanny – die niederländische Interpretation der amerikanischen Sunny, was Sonnenschein bedeutete.“ (Seite 11)

Von der Autorin habe ich bisher nur „Pinguinwetter“ gelesen – das Buch hat mich im Sommer vor 2 Jahren richtig gut unterhalten können. Der Klappentext zu „Stolperherz“ klang toll, und auch das Cover gefiel mir gut. So war ich mehr als begeistert, als Steffi von His & Her Books mir das Buch zum Rezensieren überlassen haben. An dieser Stelle nochmal DANKE! :)

Sanny war mir von Anfang an sympathisch. Gegenüber ihrer Mutter hat sie gerne mal das letzte Wort, doch in der Schule ist sie die kleine, graue Maus, die keine Beachtung erhält. Aufgrund ihres angeborenen Herzfehlers darf sie nicht am Schulsport teilnehmen. Als sie sich – aus Trotz – die Haare rot färbt, beginnt bei ihr ein kleiner Wandel. Im Laufe der Tour, die sie begleiten darf, blüht sie immer weiter auf. Ihr Herz scheint darunter gar nicht zu leiden. Im Gegenteil, fühlt sie sich doch so gut wie nie zuvor! Sie lernt, sich immer mehr zu öffnen, auch mal ihre Meinung zu vertreten und sich nicht alles gefallen zu lassen bzw. Widerworte zu geben. Das hat mir gut gefallen. Doch einen negativen Aspekt gab es auch: Sanny hat ihre Mutter angelogen. Was ich aber natürlich nachvollziehen konnte, da sie sonst nie mit der Band hätte unterwegs sein können. Das Lügen war für ihre weitere Entwicklung unabdingbar.
Natürlich ist da noch Greg – er ist der wahre Grund, warum Sanny unbedingt bei dieser Tour dabei sein wollte. Sie himmelt ihn schon seit langem an. Natürlich musste sie die Gelegenheit nutzen, ihm so nah sein zu können.

„Ab und zu grüßte man mich und manchmal wurde ich wahrscheinlich sogar bemitleidet. Ein bisschen Freak, ein bisschen Herzproblemmädchen, zwar unscheinbar, aber trotzdem auf irgendeine Art eine Besonderheit, hatte ich meine Rolle in der Klasse gefunden. Irgendwie sucht sich doch jeder irgendwann seine Rolle im Leben und für mich war eben die Lücke des verschrobenen Herzproblemmädchens frei.“ (Seite 17)

Greg richtig einzuschätzen, fiel mir von Anfang an schwer. Mal ist er Sanny gegenüber freundlich distanziert, macht aber andererseits auch bei den Späßen der Jungs mit. So richtig wusste ich nie, ob er Sanny mag und es ernst meint, oder ob alles nur ein Scherz ist. Trotzdem war er mir doch irgendwie sympathisch.
Die anderen Charaktere konnte mich ebenfalls überzeugen. Lex war, wider erwarten, intellektuell mit Sanny auf einer Höhe. Beide konnten gut miteinander über Bücher diskutieren. Flocke war natürlich der Knaller! Sein Spitzname passt so gar nicht zu seinem Äußeren. Dazu hat er ein – nach Außen hin – übersteigertes Selbstbewusstsein und spricht in Reimen. Das kann mit Sicherheit beim Leser auch ins Gegenteil umschlagen, doch hat Britta Sabbag hier meiner Meinung nach genau die richtige Dosierung gefunden. Ich fand Flocke klasse und er hat mich sehr erheitert.
Kira und Michelle – die beiden Quotenzicken, die in keinem Jugendbuch fehlen dürfen. Wobei Michelle die Zicke ist, und Kira die überirdische Schönheit, die sich nicht so leicht zuordnen lässt.

„>>Wie war’s in der Schule?<<, fragte mein Vater.
Welche Ironie! Da hätte er genauso gut fragen können: >>Wie war’s im     Krieg?<<“ (Seite 24)

Der Plot hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist unterhaltsam, lustig und manchmal auch etwas romantisch, auf eine jugendliche Art und Weise. Und auch wenn ich mit 31 Jahren nicht zur Zielgruppe gehöre, konnte Britta Sabbag mich voll und ganz begeistern. Auch die Sprache hat mich überzeugt; die Dialoge erscheinen mir glaubhaft.
Das Setting hat mir ebenfalls gut gefallen. Ein Roadtrip quer durch Deutschland. Angefangen bei uns in Dortmund – jippieh – und zu anderen bekannten Städten. Dabei wurden die Clubs immer so gut beschrieben, dass ich mich mit der Band vor Ort sah.

„Stolperherz“ ist ein sehr schönes Jugendbuch, das auch Erwachsene begeistern kann. Die Geschichte handelt von Freundschaft und den Wegen, die man als Jugendlicher gehen muss, um sich selber zu finden und zu akzeptieren – gepaart mit einer unterhaltsamen und witzigen Geschichte plus ein buntes, schönes und absolut passendes Cover ergibt das tolle Lesestunden und einen Eye-Catcher im Bücherregal! Ein Buch zum Schmunzeln und wieder jung sein.

„Es war schierer Wahnsinn, was ich vorhatte, und gleichzeitig fühlte es sich so richtig an, wie noch nie irgendetwas in meinem Leben. Außer vielleicht der Umstieg von den dämlichen BH-Tops zum A-Körbchen, der leider mehr zeitlich als körperlich überfällig gewesen war und den ich letztes Jahr im Dezember über die Bühne gebracht hatte.“ (Seite 62/63)

Es gibt auch noch ein tolles Video, in dem Britta Sabbag über „Stolperherz“ plaudert:

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SaCre