[Blogtour] Blogger-Gewinnspiel zu „Es wird keine Helden geben“

Banner - Es wird keine Helden geben

In den letzten Tagen konntet ihr hier bei uns (und bei vielen anderen Bloggern) zu dem Debütroman „Es wird keine Helden geben“ von Anna Seidl eine Rezension und einen Beitrag zu der entsprechenden Blogtour lesen.

Heute haben wir als krönenden Abschluss der Blogtour noch ein Gewinnspiel für euch. :) Mit der freundlichen Unterstützung des Oetinger Verlages und Katja Koesterke von Ka-Sa’s Buchfinder dürfen wir und 99 weitere Blogs „Es wird keine Helden geben“ verlosen. Bei uns gibt es 10 Exemplare zu gewinnen. :D

Was ihr tun müsst, um in den Lostopf zu hüpfen?

Ganz einfach:
Hinterlasst unter diesem Beitrag einen Kommentar mit allem, was euch zum Buchtitel „Es wird keine Helden geben“ und/oder dem Thema „Amokläufe an Schulen“ durch den Kopf geht und füllt bitte zusätzlich auch unbedingt das unten eingefügte Formular aus. (Nur wer beides macht kommt in den Lostopf.)

Teilnahmeschluss ist der 17.01.2014 – 23:59 Uhr. Die Auslosung der 10 Gewinner erfolgt durch Katja Koesterke. Jeder Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt und auf unserem Blog bekannt gegeben.

Teilnahmebedingungen für das Blogger-Gewinnspiel zu „Es wird keine Helden geben

Wir wünschen euch viel Glück!

Eure Bookwives – Sabrina & Sabrina ♥

P.S.: Ihr könnt bei allen teilnehmenden Blogs mitmachen, aber nur einmal gewinnen. (Wenn ihr bei mehreren Blogs mitmacht, steigt natürlich eure Chance, am Ende zu den Gewinnern zu gehören. ;))


[Blogtour] Thema Amoklauf – zu Anna Seidls „Es wird keine Helden geben“

Banner - Es wird keine Helden geben

Die junge deutsche Autorin Anna Seidl beschreibt in ihrem Debütroman „Es wird keine Helden geben“ einen Amoklauf an einer Schule und die daraus resultierenden Folgen für die Überlebenden.

In Zusammenarbeit mit dem Oetinger Verlag, Katja von Ka-Sas Buchfinder und vielen anderen Bloggern wird es in den nächsten Tagen (06.01.14 – 11.01.14) eine Blogtour zu dem Jugendbuch geben. In dieser Zeit stellen wir euch zum einen das Buch näher vor und befassen uns außerdem mit buchbezogenen Themen – z. B. Amoklauf. Freundschaft, Trauer, Liebe und Mobbing.

Heute – am ersten Tag der Blogtour – steht das Thema Amoklauf im Vordergrund. Unser Beitrag beschäftigt sich dabei mit der Definition von Amok/Amoklauf, und wir erinnern an die bisherigen Amokläufe an deutschen und amerikanischen Schulen.

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Amok (Definition)

Mit dem Begriff Amok werden Gewalthandlungen bezeichnet, bei denen mehrere Personen durch einen einzelnen, bei der Tat körperlich anwesenden Täter innerhalb eines Tatereignisses getötet werden. Täter, die in solchen Situationen mit Hieb-, Stich- oder Schusswaffen Straftaten begehen, nennt man Amokläufer bzw. Amokschützen oder auch Amokfahrer, falls sie Fahrzeuge als Tötungsmittel einsetzen. (Quelle)

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Amoklauf an einer Schule (Definition)

Der Begriff Amoklauf an einer Schule, fachsprachlich auch School Shooting, bezeichnet einen bewaffneten Angriff mit Tötungsabsicht auf Personen mit Bezug zu einer Schule. Die Tat muss nicht auf ein Schulgebäude beschränkt sein, ausschlaggebend ist die Auswahl der Opfer, noch muss es sich bei den Tatmitteln um Schusswaffen handeln. Am Ende des Amoklaufs kann eine, auch durch Fremdeinwirkung herbeigeführte Selbsttötung des Täters stehen. (Quelle)

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Amokläufe an deutschen Schulen

Zu den heute wohl – im negativen Sinne – bekanntesten Amokläufen an deutschen Schulen zählen die in den Städten Erfurt, Emsdetten und Winnenden.

♦ Am 26. April 2002 erschoss der 19-jährige Robert Steinhäuser am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt zwölf Lehrer, eine Sekretärin, zwei Schüler und einen Polizisten bevor er sich selbst tötete. Der Amoklauf von Erfurt gilt als erster durch einen Schüler verübte Amoklauf an einer Schule in Deutschland.

♦ In Emsdetten tötete sich der 18-jährige Bastian B. selbst, nachdem er am 20. November 2006 maskiert die Geschwister-Scholl-Realschule betrat und wahllos auf Menschen schoss und Rauchbomben zündete. Durch die Schüsse wurden 5 Personen verletzt. Weitere 32 Personen mussten behandelt werden.

♦ An der Albertville-Realschule und deren Umgebung in Winnenden tötete der 17-jährige Tim Kretschmer am 11. März 2009 zuerst 15 Menschen und schlussendlich sich selbst, nachdem die Polizei ihn nach seiner Flucht stellen konnte.

♦ Doch auch schon in früheren Jahren gab es in Deutschland Amokläufe an Schulen. So z. B. als Julius Becker am 25. Mai 1871 an einem Saarbrücker Gymnasium auf zwei Mitschüler schoss.

Übersicht

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Amokläufe an amerikanischen Schulen

♦ Am 20. April 1999 verwundeten Eric Harris und Dylan Klebold (18 und 17 Jahre) an der Columbine High School zunächst 24 Personen, töteten anschließend 12 Schüler und einen Lehrer und schlussendlich sich selbst.

♦ Der jüngste und drittschwerste Amoklauf an einer Schule in den USA ereignete sich am 14. Dezember 2012 an Sandy Hook Elementary School in der Kleinstadt Newtown, Connecticut. Der 20-jährige Täter Adam Lanza tötete 20 Kinder im Alter von 6 und 7 Jahren, 6 Angestellte der Schule, seine Mutter und sich selbst.

Übersicht

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Weitere Beiträge zum Thema Amoklauf findet ihr heute u. a. bei Michas Bücherträume, Favolas Lesestoff, Cinema in my head, Friedelchens Bücherstube, Bücherwurm2punkt0 und Zuckerwattewelten!

Zu dem Buch gibt es auch eine Leserunde bei Lovelybooks, für die ihr euch noch bis einschl. 09.01.14 bewerben könnt. »Klick«

Meine Rezension zu „Es wird keine Helden geben“ findet ihr hier.

P.S.: Am 10.01.14 habt ihr die Chance, das Buch zu gewinnen. :)

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………


[Rezension] Es wird keine Helden geben | Anna Seidl

Es wird keine Helden geben_1Titel: Es wird keine Helden geben
Autor: Anna Seidl
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-789-14746-3
Veröffentlichung: 20. Januar 2014
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Leseprobe

Zum Inhalt:

Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt – aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe? (© Oetinger)
Es wird keine Helden geben_Artikelbild

Meine Meinung:

„Es wird keine Helden geben“ – ein Titel, der vor dem Lesen für einige Fragezeichen hinsichtlich der Bedeutung bei mir sorgte. Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, verstehe ich die Aussage, die hinter diesen Worten steckt. Sie wirkt grausam, ist aber doch so real und vor allem wahr – auch, wenn man dass vielleicht nicht wahrhaben will…

„Ja, wir lassen Philipp einfach zurück. Und ja, die Folgen sind mir bewusst. Ich weiß, dass das seinen Tod bedeuten könnte. So herzlos es auch scheinen mag – würde ich bleiben, würde ich mein Todesurteil unterschreiben. Hier denkt jeder zuerst an sich. Es gibt keine Helden. Die sind eine Erfindung der Filmindustrie.“ (Seite 12)

Auf wenigen Seiten zu Beginn des Buches schildert Anna Seidl – die gerade mal 16 Jahre alt war, als sie diese so real wirkende Geschichte geschrieben hat – den Amoklauf in einer Art und Weise, die mir fast die Luft raubte und regelrecht Angst machte. Ich war mit Miriam in der Schultoilette, hörte die Schüsse und die Schritte des Amokläufers. Ich stand in der Tür und sah meinen Freund da­ liegen, verletzt. Ich traf die Entscheidung, mein eigenes Leben zu retten…

Miriam durchläuft nach diesem schrecklichen Ereignis verschiedene Phasen. Aber nicht der Reihe nach. Ihre Gedanken und Gefühle befinden sich in einem stetigen Strudel, die von der Autorin nachvollziehbar und eindringlich zu Papier gebracht wurden. Gleichzeitig lässt Anna Seidl den Leser durch Miriam auch einen Blick auf die anderen Personen werfen, die den Amoklauf miterlebt haben. Dabei wird deutlich, dass es kein Schema F gibt, um mit so einem schrecklichen Erlebnis im Nachhinein umzugehen. Jeder hat seine ganz persönliche Verarbeitungsweise – teilweise auch mit schrecklichen Folgen..

„Es gibt mich, und es gibt den letzten Tag, der Schreckliches gebracht hat. Dazwischen ist nichts.“ (Seite 31)

Leider lies die Geschichte an sich mit steigender Anzahl der Seiten ein wenig nach. Den Weg, den Miriam nach dem Amoklauf geht, habe ich zwar die ganze Zeit über gerne gelesen, doch im Laufe des Buches waren es nicht mehr die geschriebenen Worte, die mich fesselten, sondern eher die Zeilen zwischen den Zeilen. Die Gedanken und Fragen, die das Buch in mir hervorgerufen hat und die durch meinen Kopf rasten – und aktuell auch immer noch rasen – haben mir schwer zu schaffen gemacht. Was würde ich tun? war dabei wohl die Frage, die ich mir am meisten stellte.

Anna Seidls Debütroman „Es wird keine Helden geben“ ist ein aufwühlender und eindringlicher Jugendroman über einen Amoklauf und dessen Folgen, der zum Nachdenken anregt und sicherlich lange in den Köpfen der Leser herumschwirren wird.

„Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen … Selbst das fällt mir oft schwer. Alles muss ich neu lernen. Ich versuche, mit einfachen Dingen zu beginnen. Wie Atmen.“ (Seite 143)

4SaFi