Shades of Grey – Gefährliche Liebe [Rezension]

Autor: E. L. James
Titel: Shades of Grey – Gefährliche Liebe
Seitenzahl: 608
ISBN: 978-3442478965
Verlag: Goldmann

 

 

Zum Inhalt:

Ana(stasia) hat Christian verlassen – das Buch setzt 3 Tage nach dem Vorfall im Spielzimmer ein. Ana hat ihren neuen Job angetreten, kann sich aber nicht so wirklich von ihren Gedanken und Gefühlen lösen, die nur um Christian kreisen, denn sie liebt ihn, so einfach ist das. Auch Christian kann diese Trennung nicht ohne weiteres verkraften – er nimmt wieder Kontakt zu Ana auf.

Und nach einer ersten Aussprache und einem überraschenden Angebot seinerseits kann sie gar nicht anders und kehrt zu ihm zurück. Mit durchaus ungeahnten Folgen – für beide.

Meine Meinung:

Christian ist mir um einiges sympathischer geworden. Seinen Kontrollzwang, seine herrische Art und andere eigenartige Verhaltensweisen legt er zwar nicht komplett ab, aber durch die gewährten Einblicke in seine Seele, konnte ich dieses Verhalten irgendwie besser verstehen, genauso wie Ana. Die Enthüllungen rund um Christians Vergangenheit waren echt schockierend. Vor allem als er ihr endlich sein großes Geheimnis verrät, von dem er denkt, dass sie sofort schreiend wegläuft und nie zurückkommt, wenn er es ihr erzählt. Und ganz ehrlich, ich konnte seine Angst verstehen, nachdem ich die Auflösung wusste.

Ana muss natürlich erst mal herausfinden, wie sie mit diesem ganzen Ballast, den er mich sich herumträgt am besten umgehend soll und ob sie damit überhaupt fertig werden kann – vor allem als auch noch zwei ehemalige Geliebte von Christian für ordentlich Trouble sorgen. Zudem hat sie nach wie vor Zweifel, ob das was sie ihm geben kann und will genug für ihn ist. An all dem droht Ana mehrmals zu zerbrechen, obwohl sie ihren Christian liebt – mit all seinen Facetten, trotz seiner Abgefucktheit.

Auch wenn es diesmal mehr um die Beziehung der beiden und Christians Vergangenheit geht, gibt es dennoch natürlich wieder jede Menge Sex. An der detailreichen Schilderung dessen hat sich nichts geändert, aber es wird nicht mehr jeder Akt der beiden bis zum Schluss niedergeschrieben, was ich ganz schön finde. Genauso wie die Tatsache, dass man erkennt, dass der Sex sich parallel zur Beziehung der beiden verändert/weiterentwickelt.

Die Begründung für Christians Sinneswandel ist für mich plausibel, ebenso warum Ana sich trotz allem erneut auf ihn einlässt. Ich weiß zwar nicht, ob das im richtigen Leben auch so möglich wäre, aber in dieser Geschichte konnte ich die Wandlung der Beziehung zwischen den beiden zum Großteil nachvollziehen.

Das Buch war für mich ein echter Pageturner – durch den nahtlosen Übergang vom ersten Teil war ich sofort mittendrin. Es war wieder flüssig geschrieben und durch die ein oder andere durchaus dramatische Begebenheit kommt es während des Lesens sogar zu einem gewissen Thrill. Die ständigen Wiederholungen, die es auch wieder gibt, haben mich auch diesmal nicht sonderlich gestört.

Es gibt wieder ein zu Tränen rührendes und durchaus auch dramatisches Ende und meine zwei offen gebliebenen Fragen aus dem ersten Teil werden beantwortet – warum ist er damals Hals über Kopf aus Georgia zurückgeflogen und was hat es mit seinem großen Geheimnis auf sich?

Aufgrund der stattfindenden Entwicklung von Charakteren und Story finde ich diesen Teil sogar ein wenig besser als den ersten Teil.

Zurück bleibe ich nun mit der Frage, was ich vom dritten Teil erwarten kann und soll – für mich wäre dieses Buch ein guter Abschluss gewesen. Aber da ich nun mal neugierig bin, was man aus dieser Geschichte noch rausholen kann, weiß ich, dass ich den letzten Teil auch lesen werde.

SaFi



Alles auf Anfang, Marie [Rezension]

Autor: Ursula Schröder
Titel: Alles auf Anfang, Marie
Seitenzahl: 352
ISBN: 3423213752
Verlag: dtv

 

 

Zum Inhalt:

Marie Overbeck ist seit mehr als 25 Jahren mit Ihrem Mann Henning verheiratet. Sie haben zwei Kinder, Christoph und Lotta, die mittlerweile beide aus dem Haus sind. Marie steht jetzt vor der Frage: „Was nun?“. Sie war eigentlich immer „nur Hausfrau und Mutter“. Doch nun, wo die Kinder aus dem Haus und der Mann viel auf Geschäftsreise ist, braucht ihr Leben einen neuen Sinn. Dieser scheint anscheinend in dem kleinen Kevin und seiner Familie zu liegen. Doch Marie weiß nicht nicht, was da alles auf sie zukommt.

Meine Meinung:

Die Autorin schafft es, ein eigentlich recht heikles Thema mit einer gewissen Portion „Galgenhumor“ aufzulockern. Schnell war ich mitten in der Geschichte und konnte Maries inneren Zwiespalt gut nachvollziehen, der zwischen „Ich will doch nur helfen“ und „Ich möchte nicht ausgenutzt werden“ schwankte. Marie als Retterin in der Not fand ich sehr sympathisch

Kevin Nowakowski und seine Familie haben es echt in sich – vor allem die Mutter Nicole. Sehr oft habe ich einfach nur ungläubig kopfschüttelnd gelesen, was diese Frau sich so alles als Ausreden für ihre Unfähigkeit ausdenkt.

Ein Punkt Abzug gibt es lediglich dafür, weil ich mir mehr Hintergrund in Bezug auf Nicole Nowakowski’s bisheriges Leben gewünscht hätte. Was hat sie zu der phlegmatischen Frau und Mutter werden lassen?

Insgesamt ein tolles Buch, mit einem durchaus ernsten Hintergrund.

SaFi


Himmelblau und Rabenschwarz [Rezension]

Autor: Lolly Winston
Titel: Himmelblau und Rabenschwarz
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-426-51106-0
Verlag: Knaur TB

 

 

Zum Inhalt:

Nach dem Tod ihres geliebten Mannes Ethan ist Sophie zunächst am Boden zerstört. Nie hätte sie sich vorgestellt, dass ihre Ehe einmal so zu Ende gehen könnte. Ihre Freunde und ihre Familie versichern ihr zwar, dass das Leben immer noch lebenswert sei, doch eigentlich kann Sophie das nicht so recht glauben. Sie sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Sie muss ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen und noch einmal ganz von vorne anfangen.

Meine Meinung:

Nach 130 Seiten habe ich die Geschichte rund um Sophie’s Trauerbewältigung enttäuscht zur Seite gelegt.

Der für mich zu aufgesetzte und zu gewollte Humor hat mich am meisten gestört. Er hat für mich nicht zu der Geschichte gepasst, die ich zudem auch noch als zu sprunghaft in der Erzählung fand.

Schade, eigentlich hätte ich schon gerne gewusst, wie sich das Leben von Sophie ändert, wenn sie zu ihrer Freundin zieht.

SaFi


meinwahnstraße [Rezension]

Autor: Paul-Henri Campbell
Titel: meinwahnstraße
Seitenzahl: 232
ISBN: 978-3-942829-20-5
Verlag: fhl

 

 

Zum Inhalt:

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste große Liebe … oder an Ihre letzte? Die Erzählungen in diesem Band handeln von der Liebe wie sie zwischen Menschen gewonnen, verspielt, verdoppelt, verdreifacht, erneuert oder zum ersten Mal entdeckt wird. Es sind Variationen auf eine alte, allzu menschliche Sehnsucht, alle hineinerzählt in die Schauplätze des modernen Lebens. Eindrucksvoll, sensibel und poetisch erzählt Paul-Henri Campbell die Geschichten ganz unterschiedlicher Menschen. Sie stehen an einem Wendepunkt in ihrem Leben und müssen sich entscheiden. Die Wege, die sie einschlagen, sind nicht immer die offensichtlichsten, doch führen sie immer entlang der meinwahnstraße.

Meine Meinung:

Die erste Geschichte fand ich noch irgendwie gut. Aber die anderen 2 haben mich eigentlich nur erschrocken. Die 3 von mir gelesenen Erzählungen finde ich persönlich zu düster – sie haben irgendwie nichts mit der Liebe an sich zu tun.

Anhand des doch recht fröhlichen Covers und dem ersten Satz auf dem Buchrücken „Erinnern Sie sich noch an Ihre erste große Liebe … oder an Ihre letzte?“ habe ich etwas anderes erwartet.

Vielleicht verpasse ich etwas, wenn ich die restlichen Erzählungen nicht lese. Aber im Moment reichen mir die, die ich gelesen habe.

SaFi


Der Knochenbrecher [Rezension]

Autor: Chris Carter
Titel: Der Knochenbrecher
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3548284217
Verlag: Ullstein Taschenbuch

 

 

Zum Inhalt:

Die Stadt der Engel wird mal wieder von einem Serienkiller heimgesucht. Der dritte große Fall für die beiden Detectives des Morddezernat I in L.A. – Robert Hunter und Carlos Garcia. Diverse Frauen werden tot und mit zugenähten Körperöffnungen gefunden, nachdem sie entführt worden sind. Aber das ist noch längst nicht alles. Eine Jagd beginnt, von der keiner weiß, wo sie enden wird.

Meine Meinung:

Der Stil von Chris Carter ist mal wieder sehr überzeugend. Die Kapitel sind kurz und knapp gehalten und enden zum Großteil (wie üblich) mit einer überraschende Entdeckung/Wende. Dieser Faden wird dann aber später wieder aufgenommen – sodass ich keinerlei Probleme hatte, der Story zu folgen. Fährten wurden auch wieder mehr als geschickt gelegt, doch die Auflösung hat mich fast umgehauen. Die diversen Mordszenarien sind wieder mal sehr ausgeklügelt. des Öfteren habe ich kurz den Atem anhalten müssen.

Für mich der beste der Reihe. Eigentlich würde ich gerne 6 Sterne vergeben (Teil 1 hat 5 Sterne bekommen und Teil 2 vier). Das liegt unter anderem an den angesprochenen Mordszenarien, die für mich noch perfider waren, als die in den vorherigen Bänden. Zum anderen liegt es daran, dass endlich auch mal Garcia so etwas wie eine kleine Sternstunde erleben darf.

Ich hoffe auf Teil einen weiteren Teil der Serie – Chris Carter hat’s einfach drauf. :)

SaFi


Der Vollstrecker [Rezension]

Autor: Chris Carter
Titel: Der Vollstrecker
Seitenzahl: 496
ISBN: 978-3548281100
Verlag: Ullstein Taschenbuch

 

 

Zum Inhalt:

Kurz vor Weihnachten haben Robert Hunter und Carlos Garcia es erneut mit einem gnadenlosen Serienmörder zu tun. Die Opfer werden geköpft, verbrannt und noch vieles mehr. Der Killer macht sich dabei die Ängste seiner Opfer zunutze, um in den vollen Genuss ihrer Qualen zu kommen.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn Neujahr soll es enden.

Meine Meinung:

Der zweite Teil der Robert-Hunter-Reihe läßt nichts zu wünschen übrig, wenn man einen guten Thriller lesen möchte. Allerdings hat es mich einige Mühe gekostet, mich auf die „übernatürlichen Aspekte“ dieses Buches einzulassen.

Gekonnt führte Chris Carter mich wieder auf die falsche(n) Fährte(n). Die Morde sind bis ins abscheulichste Detail ausgeklügelt und der psychologische Aspekt kommt auch nicht zu kurz.

Am Ende macht zwar alles wieder Sinn, dennoch bleibe ich nicht so begeistert zurück wie beim ersten Teil. Das liegt sicherlich auch daran, dass für mich Garcia ein wenig zu kurz kommt.

Nichtsdestotrotz ein toller Thriller-Lesespaß. Teil 3 kommt demnächst auch an die Reihe.

SaFi