Zwei lange Unterhosen der Marke Hering [Rezension]

Autor: Ariel Magnus
Titel: Zwei lange Unterhosen der Marke Hering
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-462-04460-7
Verlag: KiWi Kiepenheuer & Witsch

 

 

Zum Inhalt:

Ariel Magnus möchte mehr über die Vergangenheit seiner Oma Emma erfahren. Sie ist Jüdin und hat den Holocaust überlebt. Zu diesem Zweck führt er in Brasilien, wo die alte Dame eine neue Heimat gefunden hat, ein langes Gespräch mit ihr.

Aber man erfährt nicht nur etwas über die Vergangenheit der Oma. Abwechselnd zum Interview in Brasilien wird ein Besuch der Oma bei ihrem Enkel in Berlin beschrieben. Dabei geht es nicht mehr nur um die Vergangenheit der Oma. Es geht eher darum, wie der Autor seine Oma sieht, wie seine Beziehung zu ihr ist.

Meine Meinung:

Nach dem Lesen blieb ich zuerst etwas enttäuscht zurück. Ich hatte etwas anderes erwartet. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass dieses Buch die Geschichte der Oma beinhalten würde, wie sie ihrer blinden Mutter freiwillig ins KZ folgte, wie ihr Leben in eben diesem war und wie es ihr gelang zu überleben.

All das kommt natürlich in dem Buch vor, aber nur im Rahmen der übrigen Erzählungen während des Interviews. Der Fokus des Buches liegt nicht auf diesem speziellen Teil ihres Lebens – er liegt auf ihrem Leben als solches und auf der Beziehung des Enkels zu seiner Oma.

Ich finde es gut gelungen, dass der Autor das Interview so niedergeschrieben hat, wie es tatsächlich stattgefunden hat. Auch wenn dieser Schreibstil dazu führte, dass die Erzählungen der Oma im Rahmen des Interviews aus dem Jahre 2002 für mich teilweise recht verwirrend zu lesen waren. Denn die Oma erzählt ihre Geschichte so, wie es ihr in den Sinn kommt, ohne Rücksicht auf Daten, Orte und Personen. Beruhigenderweise war es nicht nur für mich als Leserin stellenweise verwirrend, auch der Autor und Enkel hatte hier und da so seine Probleme ihr zu folgen.

Der Besuch der Oma in Berlin im Jahre 2004, war sehr schön zu lesen. Der Autor beschreibt seine Oma sehr detailliert und liebevoll. Auch wenn er die eine oder andere „schrullige“ Eigenschaft seiner Oma als sehr nervend empfindet und ihr Verhalten in manchen Situationen auch nicht immer nachvollziehen kann, wird doch recht schnell klar, dass er sie lieb hat und große Achtung bzw. Respekt für sie empfindet.

Respekt und Achtung habe ich während des Lesens auch für diese bemerkenswerte Frau entwickelt. Sie blickt nicht verbittert auf das zurück, was war. Sie akzeptiert die Geschehnisse von damals als Teil ihres Lebens. „Die Täter sind alle weg. Ihr könnt vergeben. Vergeben ja, vergessen nicht, verstehst du?“

Abschließend stehe ich dem Buch nun relativ neutral gegenüber. Es war zwar nicht die Geschichte, die ich erwartet hatte, dennoch kann und will ich keine Kritik daran üben. Wie könnte ich auch?! Es ist ihre Geschichte – sie ist wahr.

SaFi


Donnerstags im Fetten Hecht [Rezension]

Autor: Stefan Nink
Titel: Donnerstags im Fetten Hecht
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-8090-2622-8
Verlag: Limes

 

 

Zum Inhalt:

Oer-Erkenschwick: der Ausgangspunkt zu einer Reise rund um die Welt, die Siebeneisen wahrscheinlich nie vergessen wird.

Eigentlich ein ruhiges Leben führend, steht von einem Tag auf den anderen alles Kopf. Sein Kumpel Schatten kann erben, und zwar richtig: 50 Millionen Euro. Dafür müssen „nur“ 7 weitere Miterben ausfindig gemacht werden, die in alle Windrichtungen verstreut rund um den Globus leben.

Und so geht es los – donnerstags im fetten Hecht. Eigentlich werden hier unter den Freunden Siebeneisen, Schatten und Wipperfürth Tipp-Kick-Partien ausgetragen. Aber das ist nun vorbei: Siebeneisen reist um die Welt und seine Kumpels funktionieren die Kneipe zur Kommandozentrale um.

Meine Meinung:

Was habe ich gelacht und geschmunzelt. Aber nicht nur das, ich habe auch jede Menge gelernt. Über Menschen und Sitten aus fremden Kulturen. Über Länder und Orte, die ich nur zu gerne auch einmal bereisen würde.

Die Landschaften, Menschen und Sitten sind sehr liebevoll und bildhaft dargestellt. Diese teilweise recht ausführlichen Beschreibungen sind aber nie langweilig – dank des tollen Humors, der sich durch das ganze Buch zieht. Da Stefan Nink selbst Reisejournalist ist, wirkt auf mich zudem alles sehr glaubhaft. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen rund um all die Tiere, denen Siebeneisen auf seiner Reise begegnet. Welche das im Detail sind, möchte in Hinblick auf die jeweiligen Reiseorte jedoch nicht verraten.

All die durchaus aberwitzigen Abenteuer, die Siebeneisen während seiner Reise erlebt, haben mich sehr zum Lachen gebracht. Das lag an den Tieren, die Siebeneisen immer wieder aufs Neue herausgefordert haben. An den Erben, die nicht so leicht zu finden sind, wie vielleicht ursprünglich gedacht. An den beiden Freunden, die daheim in Oer-Erkenschwick geblieben sind und es Siebeneisen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gerade leichter gemacht haben. Aber vor allem lag das an Siebeneisen. Er ist mir mit jeder Seite sympathischer geworden und sogar ein wenig ans Herz gewachsen. Was für ein liebenswerter Kerl, der sich von Nichts und Niemandem unterkriegen lässt.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist flüssig und lässt sich gut lesen. Mich hat es auch nicht gestört, dass die Ereignisse immer mal wieder in kleinen Rückblicken geschildert werden – ich mag es, wenn die Geschichte so ein wenig hin- und herspringt und dann am Ende alles einen Sinn ergibt, so wie hier.

Von dem Ende war ich zunächst ein wenig überrascht. Ich finde es aber durchaus gelungen. Ein kleiner Cliffhanger, der Lust auf mehr macht.

Stefan Nink hat mit diesem tollen Debütroman dafür gesorgt, dass ich nun Fernweh habe. Ich bin ihm aber nicht böse, denn ich wurde während des Lesens sehr gut unterhalten.

Ein „Reisebericht“ der etwas anderen Art. Für mich ein toller Lesespaß – witzig, spannend und informativ.

SaFi


Andere tun es doch auch [Rezension]

Autor: Matthias Sachau
Titel: Andere tun es doch auch
Seitenzahl: 336
ISBN: 978-3548284392
Verlag: Ullstein Taschenbuch

 

 

Zum Inhalt:

Er und Sie – Kai und Lara.

In einem Club lernen sich die beiden zufällig kennen. Irgendwas liegt sofort in der Luft. Aber sie wollen natürlich nichts voneinander, also nicht wirklich. Aber wie das Leben nun mal spielt, entwickelt sich etwas zwischen den beiden – vor allem Missverständnisse.

Ein Hin und Her, ein Auf und Ab der Gefühle beginnt.

Meine Meinung:

Die Ereignisse werden abwechselnd aus der Sicht von Kai und Lara geschildert. Anfangs war das ein wenig verwirrend für mich, da die Schilderungen meist mittendrin enden und sich die Sichtweise dann ändert. Doch nach wenigen Wechseln konnte ich der Erzählweise immer besser folgen – sie hat mir im Nachhinein sogar sehr gut gefallen. Sie sorgt dafür, dass die Geschichte nicht so vor sich hinplätschert.

Und diese Geschichte hat es in sich. All die Missverständnisse, die sich die beiden mit der Zeit „einreden“ finde ich gut nachvollziehbar. Ein bisschen überzogen ist das ein oder andere vielleicht, aber durchaus nicht realitätsfremd, wie ich finde.

Mit dem, was Kai und Lara in der gleichen Situation unterschiedliches denken und empfinden und dem, was sich daraus ergibt, haben sie mich sehr oft zum Lachen gebracht. Der Großonkel von Kai (Karl) mit seinen Protest-Aktionen und der Chef von Lara (Hr. Rockerer) mit seinem herrlich niedergeschriebenen bayerischen Akzent haben mich teilweise vor lauter Lachen sogar fast vom Stuhl fallen lassen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat das Buch schnell Lust auf mehr gemacht. Im Mittelteil wurden mir die Charaktere immer sympathischer und die Geschichte entwickelte sich. Das Ende hat mir gut gefallen, es lässt noch Platz für Spekulationen.

Insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch mit ganz viel Humor ganz nach meinem Geschmack – trocken und saukomisch.

„Mein erster Sachau“ – aber garantiert nicht mein Letzter!

SaFi


Shades of Grey – Gefährliche Liebe [Rezension]

Autor: E. L. James
Titel: Shades of Grey – Gefährliche Liebe
Seitenzahl: 608
ISBN: 978-3442478965
Verlag: Goldmann

 

 

Zum Inhalt:

Ana(stasia) hat Christian verlassen – das Buch setzt 3 Tage nach dem Vorfall im Spielzimmer ein. Ana hat ihren neuen Job angetreten, kann sich aber nicht so wirklich von ihren Gedanken und Gefühlen lösen, die nur um Christian kreisen, denn sie liebt ihn, so einfach ist das. Auch Christian kann diese Trennung nicht ohne weiteres verkraften – er nimmt wieder Kontakt zu Ana auf.

Und nach einer ersten Aussprache und einem überraschenden Angebot seinerseits kann sie gar nicht anders und kehrt zu ihm zurück. Mit durchaus ungeahnten Folgen – für beide.

Meine Meinung:

Christian ist mir um einiges sympathischer geworden. Seinen Kontrollzwang, seine herrische Art und andere eigenartige Verhaltensweisen legt er zwar nicht komplett ab, aber durch die gewährten Einblicke in seine Seele, konnte ich dieses Verhalten irgendwie besser verstehen, genauso wie Ana. Die Enthüllungen rund um Christians Vergangenheit waren echt schockierend. Vor allem als er ihr endlich sein großes Geheimnis verrät, von dem er denkt, dass sie sofort schreiend wegläuft und nie zurückkommt, wenn er es ihr erzählt. Und ganz ehrlich, ich konnte seine Angst verstehen, nachdem ich die Auflösung wusste.

Ana muss natürlich erst mal herausfinden, wie sie mit diesem ganzen Ballast, den er mich sich herumträgt am besten umgehend soll und ob sie damit überhaupt fertig werden kann – vor allem als auch noch zwei ehemalige Geliebte von Christian für ordentlich Trouble sorgen. Zudem hat sie nach wie vor Zweifel, ob das was sie ihm geben kann und will genug für ihn ist. An all dem droht Ana mehrmals zu zerbrechen, obwohl sie ihren Christian liebt – mit all seinen Facetten, trotz seiner Abgefucktheit.

Auch wenn es diesmal mehr um die Beziehung der beiden und Christians Vergangenheit geht, gibt es dennoch natürlich wieder jede Menge Sex. An der detailreichen Schilderung dessen hat sich nichts geändert, aber es wird nicht mehr jeder Akt der beiden bis zum Schluss niedergeschrieben, was ich ganz schön finde. Genauso wie die Tatsache, dass man erkennt, dass der Sex sich parallel zur Beziehung der beiden verändert/weiterentwickelt.

Die Begründung für Christians Sinneswandel ist für mich plausibel, ebenso warum Ana sich trotz allem erneut auf ihn einlässt. Ich weiß zwar nicht, ob das im richtigen Leben auch so möglich wäre, aber in dieser Geschichte konnte ich die Wandlung der Beziehung zwischen den beiden zum Großteil nachvollziehen.

Das Buch war für mich ein echter Pageturner – durch den nahtlosen Übergang vom ersten Teil war ich sofort mittendrin. Es war wieder flüssig geschrieben und durch die ein oder andere durchaus dramatische Begebenheit kommt es während des Lesens sogar zu einem gewissen Thrill. Die ständigen Wiederholungen, die es auch wieder gibt, haben mich auch diesmal nicht sonderlich gestört.

Es gibt wieder ein zu Tränen rührendes und durchaus auch dramatisches Ende und meine zwei offen gebliebenen Fragen aus dem ersten Teil werden beantwortet – warum ist er damals Hals über Kopf aus Georgia zurückgeflogen und was hat es mit seinem großen Geheimnis auf sich?

Aufgrund der stattfindenden Entwicklung von Charakteren und Story finde ich diesen Teil sogar ein wenig besser als den ersten Teil.

Zurück bleibe ich nun mit der Frage, was ich vom dritten Teil erwarten kann und soll – für mich wäre dieses Buch ein guter Abschluss gewesen. Aber da ich nun mal neugierig bin, was man aus dieser Geschichte noch rausholen kann, weiß ich, dass ich den letzten Teil auch lesen werde.

SaFi


Alles auf Anfang, Marie [Rezension]

Autor: Ursula Schröder
Titel: Alles auf Anfang, Marie
Seitenzahl: 352
ISBN: 3423213752
Verlag: dtv

 

 

Zum Inhalt:

Marie Overbeck ist seit mehr als 25 Jahren mit Ihrem Mann Henning verheiratet. Sie haben zwei Kinder, Christoph und Lotta, die mittlerweile beide aus dem Haus sind. Marie steht jetzt vor der Frage: „Was nun?“. Sie war eigentlich immer „nur Hausfrau und Mutter“. Doch nun, wo die Kinder aus dem Haus und der Mann viel auf Geschäftsreise ist, braucht ihr Leben einen neuen Sinn. Dieser scheint anscheinend in dem kleinen Kevin und seiner Familie zu liegen. Doch Marie weiß nicht nicht, was da alles auf sie zukommt.

Meine Meinung:

Die Autorin schafft es, ein eigentlich recht heikles Thema mit einer gewissen Portion „Galgenhumor“ aufzulockern. Schnell war ich mitten in der Geschichte und konnte Maries inneren Zwiespalt gut nachvollziehen, der zwischen „Ich will doch nur helfen“ und „Ich möchte nicht ausgenutzt werden“ schwankte. Marie als Retterin in der Not fand ich sehr sympathisch

Kevin Nowakowski und seine Familie haben es echt in sich – vor allem die Mutter Nicole. Sehr oft habe ich einfach nur ungläubig kopfschüttelnd gelesen, was diese Frau sich so alles als Ausreden für ihre Unfähigkeit ausdenkt.

Ein Punkt Abzug gibt es lediglich dafür, weil ich mir mehr Hintergrund in Bezug auf Nicole Nowakowski’s bisheriges Leben gewünscht hätte. Was hat sie zu der phlegmatischen Frau und Mutter werden lassen?

Insgesamt ein tolles Buch, mit einem durchaus ernsten Hintergrund.

SaFi


Himmelblau und Rabenschwarz [Rezension]

Autor: Lolly Winston
Titel: Himmelblau und Rabenschwarz
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-426-51106-0
Verlag: Knaur TB

 

 

Zum Inhalt:

Nach dem Tod ihres geliebten Mannes Ethan ist Sophie zunächst am Boden zerstört. Nie hätte sie sich vorgestellt, dass ihre Ehe einmal so zu Ende gehen könnte. Ihre Freunde und ihre Familie versichern ihr zwar, dass das Leben immer noch lebenswert sei, doch eigentlich kann Sophie das nicht so recht glauben. Sie sieht schließlich nur noch einen Ausweg: Sie muss ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen und noch einmal ganz von vorne anfangen.

Meine Meinung:

Nach 130 Seiten habe ich die Geschichte rund um Sophie’s Trauerbewältigung enttäuscht zur Seite gelegt.

Der für mich zu aufgesetzte und zu gewollte Humor hat mich am meisten gestört. Er hat für mich nicht zu der Geschichte gepasst, die ich zudem auch noch als zu sprunghaft in der Erzählung fand.

Schade, eigentlich hätte ich schon gerne gewusst, wie sich das Leben von Sophie ändert, wenn sie zu ihrer Freundin zieht.

SaFi


meinwahnstraße [Rezension]

Autor: Paul-Henri Campbell
Titel: meinwahnstraße
Seitenzahl: 232
ISBN: 978-3-942829-20-5
Verlag: fhl

 

 

Zum Inhalt:

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste große Liebe … oder an Ihre letzte? Die Erzählungen in diesem Band handeln von der Liebe wie sie zwischen Menschen gewonnen, verspielt, verdoppelt, verdreifacht, erneuert oder zum ersten Mal entdeckt wird. Es sind Variationen auf eine alte, allzu menschliche Sehnsucht, alle hineinerzählt in die Schauplätze des modernen Lebens. Eindrucksvoll, sensibel und poetisch erzählt Paul-Henri Campbell die Geschichten ganz unterschiedlicher Menschen. Sie stehen an einem Wendepunkt in ihrem Leben und müssen sich entscheiden. Die Wege, die sie einschlagen, sind nicht immer die offensichtlichsten, doch führen sie immer entlang der meinwahnstraße.

Meine Meinung:

Die erste Geschichte fand ich noch irgendwie gut. Aber die anderen 2 haben mich eigentlich nur erschrocken. Die 3 von mir gelesenen Erzählungen finde ich persönlich zu düster – sie haben irgendwie nichts mit der Liebe an sich zu tun.

Anhand des doch recht fröhlichen Covers und dem ersten Satz auf dem Buchrücken „Erinnern Sie sich noch an Ihre erste große Liebe … oder an Ihre letzte?“ habe ich etwas anderes erwartet.

Vielleicht verpasse ich etwas, wenn ich die restlichen Erzählungen nicht lese. Aber im Moment reichen mir die, die ich gelesen habe.

SaFi


Der Knochenbrecher [Rezension]

Autor: Chris Carter
Titel: Der Knochenbrecher
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3548284217
Verlag: Ullstein Taschenbuch

 

 

Zum Inhalt:

Die Stadt der Engel wird mal wieder von einem Serienkiller heimgesucht. Der dritte große Fall für die beiden Detectives des Morddezernat I in L.A. – Robert Hunter und Carlos Garcia. Diverse Frauen werden tot und mit zugenähten Körperöffnungen gefunden, nachdem sie entführt worden sind. Aber das ist noch längst nicht alles. Eine Jagd beginnt, von der keiner weiß, wo sie enden wird.

Meine Meinung:

Der Stil von Chris Carter ist mal wieder sehr überzeugend. Die Kapitel sind kurz und knapp gehalten und enden zum Großteil (wie üblich) mit einer überraschende Entdeckung/Wende. Dieser Faden wird dann aber später wieder aufgenommen – sodass ich keinerlei Probleme hatte, der Story zu folgen. Fährten wurden auch wieder mehr als geschickt gelegt, doch die Auflösung hat mich fast umgehauen. Die diversen Mordszenarien sind wieder mal sehr ausgeklügelt. des Öfteren habe ich kurz den Atem anhalten müssen.

Für mich der beste der Reihe. Eigentlich würde ich gerne 6 Sterne vergeben (Teil 1 hat 5 Sterne bekommen und Teil 2 vier). Das liegt unter anderem an den angesprochenen Mordszenarien, die für mich noch perfider waren, als die in den vorherigen Bänden. Zum anderen liegt es daran, dass endlich auch mal Garcia so etwas wie eine kleine Sternstunde erleben darf.

Ich hoffe auf Teil einen weiteren Teil der Serie – Chris Carter hat’s einfach drauf. :)

SaFi