{Cover-Reveal} Glasgow Rain | Martina Riemer

Unsere liebe Bloggerfreundin Martina Bookaholic ist nicht nur begeisterte Leserin, sondern schreibt auch selber und mit viel Leidenschaft.
Im März ist es so weit und ihr Erstlingswerk „Glasgow Rain“ wird das Licht der Welt erblicken. Sowohl als Printbuch, als auch als eBook.

Wir freuen uns, dass wir Martina begleiten dürfen. Zum einen bin ich gerade als Testleserin für sie aktiv. Ich bin euch also schon ein bisschen voraus. *grins*
Zum anderen dürfen wir euch heute das Cover zum Buch präsentieren. Achtung, Tusch bitte! *tatatataaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa*

Glasgow Rain_Riemer

Wie findet ihr es? Mir gefällt es richtig gut! Ich liebe diese Farbkombination. Und außerdem passt es perfekt zu der Geschichte.
Jetzt wollt ihr sicherlich wissen, worum es geht.

„Endlich bricht für Vic das letzte Highschool Jahr an und sie kann es kaum erwarten, die lästige Schuluniform einzumotten. Doch es beginnt anders als gedacht: Sie trifft immer wieder auf Rafael, einen mysteriösen Schüler, der plötzlich überall auftaucht. Trotzdem schafft er es, sich nicht nur in ihr Leben zu schleichen, sondern auch in ihr Herz.
Wäre da nicht ein großes Problem: Seit sie ihn besser kennt, hat sie ständig das beklemmende Gefühl, beobachtet zu werden. Außerdem jagen ihr die Frauenmorde, die in den letzten Wochen Glasgow überschatten, eine große Angst ein. Bald verliert sich Vic in ihrem Gefühl der Verfolgung und der Liebe zu Rafael. Ist er wirklich der, für den sie ihn hält?
Sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann oder wer ein falsches Spiel mit ihr treibt. Kann die Liebe bestehen, wenn die Angst einem die Luft abschnürt?“ (Quelle: martinabookaholic.wordpress.com)

Bisher habe ich 12 Kapitel gelesen. Die Geschichte gefällt mir bis hierhin richtig gut. Vic ist manchmal etwas kompliziert und kommt etwas zickig rüber. Sie ist mir aber trotzdem eine sympathische Protagonistin und im wahren Leben könnte ich mit ihr befreundet sein.
Rafael ist manchmal etwas mysteriös. Und das macht ihn, neben seinem guten Aussehen, äußerst interessant. Durch den Prolog erfährt man schon so einiges über Vic, und lernt sie dadurch besser verstehen. Im Verlauf des Buches geht es nicht nur um die Beziehung zwischen ihr und Rafael, die unter keinem einfachen Stern steht, sondern auch um die ungeklärten Frauenmorde und Vics Gefühl, verfolgt zu werden. Das bringt nochmal eine gehörige Portion Spannung in die Story.
Gut gefällt mir auch, wie Martina ihre Charaktere beschreibt und uns als Leser deren Welt sehen und erleben lässt.

Ihr merkt: ich freue mich, dass ich schon heute Abend weiter lesen kann. :)
Seid ihr nun auch ein bisschen neugierig geworden?
Eine Leseprobe findet ihr übrigens hier: 1. Kapitel und 2. Kapitel.

SaCre


{Rezension} Die Bestimmung (#1)| Veronica Roth

Artikelbild_Die Bestimmung

Autor: Veronica Roth
Titel: Die Bestimmung
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-442-47944-3
Verlag: Goldmann
Veröffentlichung: Taschenbuch-Version 21. Oktober 2013
Leseprobe

Beatrice ist 16 Jahre alt. Die Zeit ist gekommen, in der sie sich für eine der fünf Fraktionen entscheiden muss. Jede Fraktion hat eine eigene Lebensweise . Ihre Familie gehört zu den Altruan. Doch so richtig fühlt Beatrice sich hier nicht aufgehoben, nicht selbstlos genug, um dort ihr Leben weiter zu führen. Doch sollte sie die Fraktion wechseln, würde das den Bruch mit ihrer Familie bedeuten.
Der Eignungstest, den alle 16jährigen durchlaufen müssen, soll Aufschluss darüber bringen, für welche Fraktion sie geeignet ist. Während bei ihrem Bruder Caleb und den anderen Jugendlichen alles glatt zu laufen scheint, ist ihr Ergebnis alles andere als beruhigend: sie ist eine Unbestimmte – der Test brachte kein eindeutiges Ergebnis hervor.
Am Tag der Entscheidung passiert es: sowohl Caleb als auch Beatrice verlassen ihre Eltern. Während Caleb zu den Ken (den Wissenden) wechselt, entscheidet Beatrice sich für die Ferox, die Furchtlosen.
Hier muss sie nicht nur die schwierige Initiation überstehen, sondern lernt vor allem eins: Unbestimmte werden von der Regierung als Gefahr angesehen…

„>>Ich schließe daraus, dass du gleichermaßen für Altruan, Ferox und Ken infrage kommst. Leute mit einem solchen Ergebnis nennt man…<<, sie späht über die Schulter, als fürchte sie, jemand könnte uns belauschen, >>man nennt sie.. Unbestimmte.<< Tori spricht das  letzte Wort so leise aus, dass ich es fast nicht höre, und da ist auch wieder dieser angespannte, besorgte Gesichtsausdruck. Sie geht um den Stuhl herum und beugt sich ganz dicht zu mir.
>>Beatrice<<, wispert sie, >>du darfst unter keinen Umständen mit jemandem darüber sprechen. Das ist sehr wichtig, hörst du?<<“ (Seite 27)

Die hochgelobte Trilogie von Veronica Roth erschien nun zum ersten Mal als Taschenbuch. Viel Gutes habe ich bisher gehört. Daher musste ich zwingend zugreifen.
Das Setting ist ähnlich zu anderen Dystopien: die Welt ist dunkel, die Menschen teilweise unterdrückt, müssen nach strengen Regeln leben und können sich nicht frei entfalten.

Beatrice, die sich bei den Ferox Tris nennt, wird zu Anfang regelrecht von den anderen Initianten gemobbt. Die Altruan sind im Vergleich zu den anderen kleine, graue Mäuse. Sie versuchen, nicht aufzufallen und sie kämpfen nicht. Und all das muss Tris nun lernen. Denn wer durch die Initiation fällt, ist danach fraktionslos und lebt wie ein Obdachloser.
Sie freundet sich mit Will, Al(fred) und Christina an. Doch allzu eng dürfen diese Freundschaften nicht werden. Denn sie kämpfen alle gegeneinander und nur die Besten überstehen diese Selektion.
Und dann gibt es auch noch Eric und Four. Die beiden trainieren die Jugendlichen und bereiten sie auf die Prüfungen während der Initiation vor. Vor beiden hat Beatrice eine gewisse Furcht. Doch Four gegenüber entwickelt sie auch noch andere Gefühle.

„Die Fraktion gibt unserem Leben einen Sinn und eine Richtung.“ (Seite 47)

Die Geschichte ist sehr spannend. Immer wieder überlegt man als Leser, wem der anderen Initianten man wohl trauen kann und wer ein falsches Spiel spielt. Die Jugendlichen müssen sich wahnsinnigen Aufgaben stellen, die wirklich unglaublich viel Mut erfordern. Doch da gibt es auch noch die psychologischen Tests. Und was die Autorin hier mit den Protagonisten macht – und auch mit dem Leser – ist ein perfides Spiel mit den Ängsten. Immer wieder habe ich mit Beatrice gelitten und gehofft. Gehofft, dass sie es irgendwie durch die Prüfungen schafft. Die Seiten flogen nur so durch meine Hände.
Bei all dem muss sie auch immer noch aufpassen, dass niemand erfährt, dass sie eine Unbestimmte ist. Denn das könnte ihren Tod bedeuten.
Doch auch in der Regierung herrscht keine Ruhe: das Konstrukt, auf dem alles beruht, steht nur auf wackligen Beinen und das Unverständnis der Fraktionen untereinander wächst. Das „Ganze“ ist zu Anfang sehr distanziert beschrieben. Doch im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser immer mehr darüber.

Die Idee der Autorin ist super: fünf Fraktionen, unter denen es kaum eine Verbindung gibt, und deren Charaktermerkmale von Veronica Roth sehr überspitzt dargestellt wurden:  Altruan – die Selbstlosen; Candor – die Freimütigen; Ken – die Wissenden; Amite – die Friedfertigen; Ferox – die Furchtlosen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Story stimmt, Unterhaltung ist garantiert. Man kämpft sich mit Tris durch die Geschichte – und dann ist das Buch leider zu Ende. Die Jugendlichen sind alle total verschieden und haben sehr unterschiedliche Charaktereigenschaften. Jeder Einzelne kommt authentisch rüber. Egal, welche Rolle er oder sie spielt.
Auch wenn ich schon einige andere Dystopien gelesen habe und dann zwangsläufig hier und da Parallelen auftreten, hat die Autorin mich mit dem Auftakt dieser Trilogie voll und ganz überzeugt! Beatrice – wir lesen uns bald wieder!

„Frieden bedeutet Einschränkung. Das hier ist Freiheit.“ (Seite 248)

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Reiheninfo:
1. Divergent // Die Bestimmung
2. Insurgent // Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit
3. Allegiant // (VÖ Frühjahr 2014)
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{Rezension} Einfach. Liebe. | Tammara Webber

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Autor: Tammara Webber
Titel: Einfach. Liebe.
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-442-38216-3
Verlag: Blanvalet
Veröffentlichung: 21. Oktober 2013
Leseprobe

Jacqueline ist eine gute Studentin der Musikerziehung, fast schon streberhaft. Mit ihrer Mitbewohnerin Erin, die das totale Gegenteil von ihr ist, versteht sie sich sehr gut. Doch ihr Freund Kennedy, Vorsitzender der Studentenvereinigung, hat sich nach 3 Jahren Beziehung von ihr getrennt.
Nach einer Halloween-Party gerät sie in eine äußerst gefährliche Situation, aus der ein Fremder sie rettet. Er scheint sie zu kennen, doch sie hat ihn vorher noch nie wahrgenommen. Und plötzlich taucht er – Lucas – überall auf.
Obwohl er das Gegenteil ihres „Beuteschemas“ ist, nämlich ein Bad Boy mit Tattoos, Piercings und Geheimnissen, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Obwohl sie die Trennung von Kennedy noch nicht ganz verkraftet hat.
Doch das ist nicht das einzige Problem: sie hat 2 Wochen Vorlesungen verpasst. Und in Wirtschaft droht sie durchzufallen. Ihr Dozent gibt ihr noch eine letzte Chance: innerhalb einer Frist soll sie eine Projektarbeit erstellen und den ganzen Stoff aufholen. Dazu schickt er sie zu seinem Tutor für Wirtschaftswissenschaften.
Jacqueline muss also ihre Projektarbeit schaffen, sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten, Kennedy vergessen und sich auf die Suche nach einem Mann für Zwischendurch machen. Ganz schön viel…

„Ohne meine Beziehung mit Kennedy erhielt ich keine automatische Einladung zu Partys oder Veranstaltungen der Studentenverbindungen mehr – auch wenn Chaz und Erin mich jederzeit zu irgendwelchen Geschichten einladen konnten, da ich unter die Kategorie gern gesehener Dinge fiel, die man auf jede Party mitbringen konnte: Alkohol und Mädchen.
Na toll. Ich hatte mich von einer unabhängigen Freundin in ein Partyzubehör verwandelt.“ (Seite 45)

Man schlägt das Buch auf, und schon ist man mitten in der Geschichte um die Protagonistin und ihr auf den Kopf gestelltes Leben. Es ist ein ernstes Thema, das die Autorin hier angeht. Gottseidank wurde es aber nicht so schlimm, wie ich zu Anfang schon fast befürchtet habe.
Der Plot, den sie hier geschaffen hat, ist mehr als unterhaltsam. Die Story um Jacqueline und Lucas, das Katz und Maus Spiel, ist schön erzählt. Ich habe richtig mit den beiden mitgefiebert und mir immer wieder gewünscht, dass es für beide einfacher wird. Doch Lucas ist nicht so, wie er auf den ersten Blick scheint. Er ist verdammt sexy und wirkt wie ein böser Junge. Doch er hat auch eine andere Seite – und ein dunkles Geheimnis, das ihn belastet.

Die Charaktere sind von Tammara Webber unglaublich tief gezeichnet. Nicht nur die beiden, auch Kennedy und Erin beispielsweise, lernt man als Leser sehr gut kennen. Und jede diese Personen fügt sich toll in die Geschichte ein und rundet sie ab.
Die Entwicklung von Jacqueline fand ich sehr gelungen. War sie am Anfang noch unsicher und fühlte sich alleine und als ein „Nichts“, wandelt sie sich im Laufe der Geschichte und verändert ihre Verhaltensweisen absolut zu ihrem Vorteil und vor allem: glaubwürdig.
Das Setting am Uni-Campus fügt sich ebenfalls perfekt ein. Die Umgebung ist sehr bildhaft beschrieben, sodass das Kopfkino vor meinem geistigen Auge sofort ansprang.

„Dr. Heller hatte mit seiner Vorlesung bereits begonnen. Ich schlüpfte unauffällig auf meinen Platz, fing Benjis erfreutes Lächeln auf und gratulierte mir selbst dazu, dass ich eine Überlebende geworden war. Ich hatte Kennedys Entschluss überlebt, unsere Beziehung zu beenden. Ich hatte überlebt, was Buck mir anzutun versucht hatte. Zweimal. Und ich würde es überleben, wenn Lucas mir seine persönlichen Dämonen nicht anvertrauen wollte – oder konnte.“ (Seite 303)

Ich muss auch sagen, dass das Cover mich von Anfang an angesprochen hat. :) Es mag vielleicht für die ein oder andere kitschig wirken, ich finde es einfach nur schön. Hach…

Die eigene Geschichte der Autorin hat ein Happy End: zuerst veröffentlichte sie ihre Geschichte in den USA im Internet. Über zehntausend begeisterte Leser machten die Verlage darauf aufmerksam, die sich schließlich die Rechte an der Geschichte sicherten.

Eine sehr schöne Liebesgeschichte die zu keiner Zeit zu schnulzig ist, gewürzt mit erotischen Szenen und authentischen Protagonisten – aber auch einem ernsten Hintergrund. Eine absolute Leseempfehlung für alle Frauen!

Leider gibt es nur einen kurzen Buchtrailer von Penguin Books UK:

Aber auf ihrem Youtube-Kanal hat die Autorin eine Playlist hochgeladen. >>Hier<< findet man 28 Lieder, die sie während des Schreibens gehört hat. Sehr schön. :)
Und auf der Website des Blanvalet Verlages gibt es außerdem ein interessantes Interview >>klick<<.

„Stunden später lagen wir im Halbdunkel da, einander zugewandt auf  Lucas‘ Kissen. Ich sammelte mich und betete, ich möge ihn nicht wieder verscheuchen. Ich hatte mich noch nie irgendjemandem so nahe gefühlt.“ (Seite 375)

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Sacre