{Rezension} Eternity (Liebe mit Biss #1) | Meg Cabot

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Autor: Meg Cabot
Titel: Eternity (OT: Insatiable)
Seitenzahl: 512
ISBN: 978-3-442-37929-3
Veröffenlichung: TB 17. April 2012
Verlag: Blanvalet
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Meena Harper ist Autorin für die erfolgreiche Soap „Eternity“. Sie hasst Vampire und kann den Hype um entsprechende Filme und Serien nicht verstehen. Zu allem Überfluss muss sie nun – auf Wunsch der Macher der Serie – einen Vampir in das Drehbuch hinein schreiben. Schlimm genug. Auch ihre besondere Gabe hilft ihr hier leider nicht weiter.
Als sie eines Nachts von einer wildgewordenen Horde Fledermäuse angegriffen wird, kommt der attraktive Lucien Antonescu ihr zu Hilfe und rettet sie. Doch dieser besondere Mann, der Meena magisch anzieht, ist kein geringerer als ein Nachfahre Draculas…

„Der Prinz der Finsternis war in der Stadt und unbezwingbar wie eh und je.“ (Seite 127)

Von Anfang an hatte ich meine Schwierigkeiten mit der Geschichte – und diese zogen sich bis zum bitteren Ende durch…
Der Einstieg fiel mir alles andere als leicht. Zuerst geht es um Meena, dann springen wir plötzlich zu Lucien und dann geht es auf einmal um Alaric Wulf, seines Zeichens Vampirjäger. Das alles hat mich direkt verwirrt und mir schwirrte zum ersten Mal das Wort „abbrechen“ im Kopf herum.

Meena lebt in New York und ist Single. Ihr Bruder Jon, der zurzeit arbeitslos ist, lebt bei ihr. Als sie Lucien auf einer Party kennen lernt, spürt sie, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Doch sie hält ihn für einen Engel. Für jemanden, der eine solche Gabe wie sie hat, erschien mit das doch sehr an den Haaren herbei gezogen. Überhaupt muss ich sagen, dass ich mit Meena überhaupt nicht warm wurde und auch so einiges von dem, was sie tat, nicht nachvollziehen konnte.
Zu Lucien, dem Prinzen der Dunkelheit, konnte ich ebenfalls keine Verbindung aufbauen. Und bei Alaric frage ich mich noch jetzt, ob Autorin Meg Cabot ihn absichtlich so gemacht hat: total uninteressant und langweilig…
Nebendarsteller wie die Nachbarin Mary Lou erschienen mir wesentlich interessanter.

Das Setting fand ich der Geschichte angemessen. New York eignet sich ja für vieles. Hier waren die Gegebenheiten und Orte passend gewählt.
Der Plot… tja… so viel kann man aus der Geschichte machen. So wenig Ansprechendes ist für mich dabei rumgekommen. Die Story hat mich geradezu gelangweilt und konnte mich überhaupt nicht packen. Viel zu klischeehaft fand ich so einiges an der Geschichte. Alles andere war einfach nur zum Gähnen.

Bei der Frage, was ich diesem Buch Gutes abgewinnen kann, gibt es nur eine Antwort: die letzte Seite!
Hier kann ich nur 1 Herz vergeben – enttäuschend.

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Reiheninfo:
1. Insatiable // Eternity
2. Overbite // Endless
3. ??? // ???
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1

SaCre


[Rezension] Liebe auf den ersten Klick | Emma Garcia

Liebe auf den ersten Klick von Emma GarciaTitel: Liebe auf den ersten Klick
Autor: Emma Garcia
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-38288-0
Veröffentlichung: 18. November 2013
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Zum Inhalt:

Vivienne „Viv“ Summers wird kurz vor der Hochzeit von ihrem Verlobten Rob sitzen gelassen. Zum dritten Mal! Die beiden Male davor hat Viv das noch mit sich machen lassen, denn Rob ist ihr Traummann, sie liebt ihn über alles. Doch diesmal nicht. Sie zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus, damit Rob sie vermissen kann und merkt, was er an Viv hat, bevor er reumütig und um Gnade winselnd um Entschuldigung bittet und zu ihr zurückkehrt. So weit so gut. Das Problem an der Sache: Rob sieht das völlig anders, denn schließlich hat sie ihn verlassen. In ihrem Liebeskummer beschließt Viv, eine Homepage für alle Liebeskranken ins Leben zu rufen: nevergoogleheartbreak.com. Sie gibt anderen Tipps, denkt aber nicht im Traum daran, ihre eigenen Ratschläge auch selbst zu befolgen. So bleiben ihr einige Peinlichkeiten leider nicht erspart und sie läuft – vor lauter Liebe für Rob völlig blind – durch die Welt…

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Meine Meinung:

Der Einstieg gestaltet sich kurz und knackig. Gerade noch freut sich Viv auf die Hochzeit und dann – zack – kommt Rob schon wieder damit an, dass er die Hochzeit abblasen möchte. Diesmal fühlt er sich (nachdem er beim ersten Mal panische Angst vor Kirchen hatte und es beim zweiten Termin verstörend fand, 35 zu werden) nicht reif genug. Und bereits nach diesen wenigen Seiten war für mich klar: Viv mag ich. Rob nicht.

Der weitere Verlauf der Geschichte ist an manchen Stellen zwar vorhersehbar, kann aber dennoch auch überraschen. Viv hält an ihrem Plan, Rob zurück zu erobern, fest und erlebt dabei so einiges. Dabei wechseln sich zum Brüllen komische, romantische und ganz alltägliche Dinge immer wieder ab und ergeben ein angenehmes Ganzes.

„Natürlich war ich am Boden zerstört, als er die Hochzeit abgesagt hat … schon wieder (er fühle sich, spirituell gebrochen, nicht reif genug für diesen Schritt), und eigentlich wollte ich nicht aus der Wohnung ausziehen, aber ich konnte ja schlecht dortbleiben. Mich wie eine Spinne in mein Brautschleier-Netz hocken und darauf warten, dass ich ihn doch noch rumkriege, oder?“ (Seite 13/14)

Vivs geniale Homepage-Idee steht zu keiner Zeit im Vordergrund dieser Geschichte, auch wenn man das vielleicht meinen könnte. Sie fügt sich eher unaufdringlich und auszugsweise – zu Beginn eines jeden Kapitels – nahtlos in das Geschehen ein. Rezepte für Liebestränke, die perfekten Lieder für die einzelnen Herzschmerz-Phasen und Lebensweisheiten inklusive.

Viv als Protagonistin kam mir mit jeder gelesenen Seite näher. Ich konnte sie so gut verstehen. Manchmal hatte ich den innerlichen Drang, sie schütteln zu wollen, damit sie endlich die Augen aufmacht. Ein- oder auch zweimal wollte ich ihr vielleicht sogar eine knallen. Aber nur, weil ich es gut mit ihr meinte. ;-) Auch die anderen Personen in diesem Buch – mit Ausnahme von Rob – mochte ich gerne. Alle ein wenig durchgeknallt, aber sehr liebenswert.

„Wieso, wieso, wieso kann ich meine Finger nicht vom Telefon lassen, wenn ich getrunken habe? Es endet jedes Mal unweigerlich in einer Katastrophe – so wie damals, als ich versucht habe, mich mit Ginger Roge zu versöhnen, meinem Ex aus Kindertagen, der inzwischen schwul ist.“ (Seite 179)

Emma Garcia hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Kaum hat man das Buch aufgeschlagen, ist man auch schon hundert Seiten weiter. Die Geschichte ist gerade kitschig genug und genau richtig, um ein paar unterhaltsame Lesestunden zu verleben.

„Liebe auf den ersten Klick“ bietet Liebeskummer at its best gepaart mit einer witzigen Story und einer sympathischen Protagonistin. Für Chick-Lit-Fans absolut zu empfehlen. Und auch für eigentliche Chick-Lit-Muffel wie mich ein tolles Buch.

4SaFi


[Rezension] Die Liste der vergessenen Wünsche | Robin Gold

Die Liste der vergessenen Wuensche von Robin Gold
 
Titel: Die Liste der vergessenen Wünsche
Autor: Robin Gold
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0484-7
Veröffentlichung: 8. Oktober 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Clara ist überglücklich mit ihrem Verlobten Sebastian. In Kürze wollen die beiden heiraten. Doch dann erhält Clara eine schreckliche Nachricht: Sebastian ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der Verlust schmerzt sie sehr. Für Clara bricht die Welt zusammen und sie schottet sich ab. Als sie dann nach Monaten voller Schmerz ihre Familie besucht, überreicht ihr ihre Mutter ein Päckchen. Darin verbirgt sich eine Liste, die Clara vor vielen, vielen Jahren als Kind geschrieben hat. Eine Liste mit Wünschen, die sie sich erfüllen wollte, bevor sie 35 Jahre alt wird. Eine Liste, die nun ihren Weg zurück ins Leben ermöglichen soll…

Die Liste der vergessenen Wünsche_Artikelbild

Meine Meinung:

Mir ist es schön öfters passiert, dass die Erwartungen, die ich, aufgrund von Cover, Klappentext und Titel, an ein Buch hatte, nicht erfüllt wurden. Manchmal passen Vorstellung und Wirklichkeit nicht zusammen. Manchmal ist das Buch anders, aber besser. Manchmal einfach nur enttäuschend. Letzteres gilt in diesem Fall leider auch für „Die Liste der vergessenen Wünsche“…

Ich hatte mich auf ein emotionales, berührendes und vielleicht auch ein wenig zu Tränen rührendes Buch gefreut, in dem ich mit der Protagonist mitfühlen und auch mitleiden kann. Nach dem Anfang, der diese Erwartungen tatsächlich noch erfüllt hat, kam dann aber recht schnell die Ernüchterung und meinem persönlichen Lesevergnügen wurden auf den folgenden Seiten einige Steine in den Weg gelegt.

„Sie hatte wirklich ihr Bestes gegeben, wieder auf die Beine zu kommen nach Sebastians »Unfall«, wie sie es nannte. Das Wort Tod war für Clara zu schmerzhaft und endgültig, als dass sie es aussprechen könnte. Von einem Augenblick zum anderen war ihr Universum in sich zusammengestürzt und zu einer Erinnerung geworden.“ (Seite 34/35)

Für mich gab es diesem Buch einfach zu viel Humor, der nicht zu der Geschichte passte. Normalerweise habe ich nichts gegen eine gute Portion Humor, aber hier war er einfach fehl am Platze und hat dem Gelesenen die emotionale Wirkung geraubt. Außerdem sorgten die vielen Sprünge in der voranschreitenden Zeit – und die daraus resultierenden Lücken – bei mir für ein unvollständiges Lesegefühl. Die Geschichte empfand ich sehr schnell als absolut vorhersehbar und nur noch kitschig – zu kitschig. Hinzu kam dann leider auch noch, dass mir Clara von Seite zu Seite unsympathischer wurde. Wobei unsympathisch es nicht mal richtig trifft, denn leider konnte mir die Autorin ihre Protagonist zu keiner Zeit richtig nahe bringen. Es ist wohl eher so, dass ich mit Clara schlicht und einfach nichts anfangen konnte.

Gegen den Schreibstil der Autorin – auch in Bezug auf den Humor – kann ich nichts sagen. Er lädt zum entspannten und kurzweiligen Lesen ein. Nur war die vorliegende Geschichte leider nicht die, die ich erwartet und erhofft hatte. Die Taschentücher lagen vorsichtshalber schon mal neben mir, als ich mit dem Lesen begann. Umso enttäuschter war ich, als ich sie unbenutzt wieder weglegen musste…

Leseenttäuschungen gehören nun mal zum Leben eines Bookaholics dazu. Im Fall von „Die Liste der vergessenen Wünsche“ wollte ich mir das aber lange nicht eingestehen. Ich wollte so sehr, dass mir dieses Buch gefällt. Doch leider kam es anders und ich bleibe ziemlich enttäuscht zurück.

2

SaFi


{Rezension} Mörderische Sehnsucht | J. D. Robb

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Autor: J. D. Robb
Titel: Mörderische Sehnsucht
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-442-37678-0
Verlag: Blanvalet
Veröffentlichung: 21. Oktober 2013
Leseprobe

„Der Bräutigam“ ist nach 9 Jahren wieder aufgetaucht. Seinen Spitznamen verdankt er der Tatsache, dass er seinen weiblichen Opfern immer den gleichen Ring an den Finger steckt. Ein weiteres Merkmal seiner Tat: er ritzt seinen Opfern die Zeit, die er mit ihnen „verbracht“ hat, in den Torso.
Eve ist entsetzt. Dass ihr Team ihn damals nicht zu fassen bekam, treibt sie zusätzlich an, sich in diesen Fall besonders reinzuhängen. Und während die Ermittler Spuren um Spuren sammeln und auswerten, plant „der Bräutigam“ seinen nächsten großen Coup: Eve entführen – das wird ihm besonders große Freude bereiten.

„Bereits nach kurzer Zeit hatte er herausgefunden, dass er dieses ganz besondere Duett lieber mit Frauen sang. Denn sie spielten ihren Part in der Oper, die er eins ums andere Mal aufs Neue schrieb, besser als jeder Mann.
Die Ansprüche, die er an die Frauen stellte, waren nicht besonders zahlreich, aber dafür sehr speziell.“ (Seite 7/8)

Es war mal wieder Zeit, mit Eve Dallas durch New York im Jahr 2059 zu jagen. Und obwohl es mir – wie immer – gefallen hat, tue ich mich schwer, hierzu eine „ordentliche“ Rezension zu schreiben. Was kann ich hier tippen, ohne mich zu wiederholen…? Leider nicht viel… Eigentlich nichts…
Eve ist unverändert: eine kluge und harte Polizistin, der ein Massenmörder weniger Angst einjagt, als ein Baby. Im aktuellen Fall war mal wieder härteste Polizeiarbeit angesagt. Doch bei all der Spannung, dem Nervenkitzel und der Härte schafft Nora Roberts, die bekanntlich hinter dem Pseudonym J. D. Robb steckt, es auch hier wieder, die Story mit Witz und einer Prise Erotik zu würzen. Genau das Richtige für mich. :)

Eves Gegenpol ist ihr Mann Roarke: ungemein verführerisch und auch immer noch ein bisschen geheimnisvoll. Peabody, Eves Assistentin, die sich mit ihrer manchmal naiven Art das ein oder andere Wortgefecht mit ihrer Vorgesetzten liefert und mich so immer wieder zum Lachen bringt.

Dieses Buch ist Nummer 25 der „in death“ Reihe beim Blanvalet Verlag. Die Charaktere entwickeln sich immer weiter. Die Kriminalfälle, die die Autorin sich immer wieder ausdenkt, sind jedes Mal aufs Neue spannend und abwechslungsreich. Sie unterhalten mich hervorragend und lassen mich immer wieder für Stunden in Eves Welt eintauchen. Ich kann nur sagen: Eve, ich vergöttere dich! True story. :)

4

SaCre


{Rezension} Einfach. Liebe. | Tammara Webber

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Autor: Tammara Webber
Titel: Einfach. Liebe.
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-442-38216-3
Verlag: Blanvalet
Veröffentlichung: 21. Oktober 2013
Leseprobe

Jacqueline ist eine gute Studentin der Musikerziehung, fast schon streberhaft. Mit ihrer Mitbewohnerin Erin, die das totale Gegenteil von ihr ist, versteht sie sich sehr gut. Doch ihr Freund Kennedy, Vorsitzender der Studentenvereinigung, hat sich nach 3 Jahren Beziehung von ihr getrennt.
Nach einer Halloween-Party gerät sie in eine äußerst gefährliche Situation, aus der ein Fremder sie rettet. Er scheint sie zu kennen, doch sie hat ihn vorher noch nie wahrgenommen. Und plötzlich taucht er – Lucas – überall auf.
Obwohl er das Gegenteil ihres „Beuteschemas“ ist, nämlich ein Bad Boy mit Tattoos, Piercings und Geheimnissen, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Obwohl sie die Trennung von Kennedy noch nicht ganz verkraftet hat.
Doch das ist nicht das einzige Problem: sie hat 2 Wochen Vorlesungen verpasst. Und in Wirtschaft droht sie durchzufallen. Ihr Dozent gibt ihr noch eine letzte Chance: innerhalb einer Frist soll sie eine Projektarbeit erstellen und den ganzen Stoff aufholen. Dazu schickt er sie zu seinem Tutor für Wirtschaftswissenschaften.
Jacqueline muss also ihre Projektarbeit schaffen, sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten, Kennedy vergessen und sich auf die Suche nach einem Mann für Zwischendurch machen. Ganz schön viel…

„Ohne meine Beziehung mit Kennedy erhielt ich keine automatische Einladung zu Partys oder Veranstaltungen der Studentenverbindungen mehr – auch wenn Chaz und Erin mich jederzeit zu irgendwelchen Geschichten einladen konnten, da ich unter die Kategorie gern gesehener Dinge fiel, die man auf jede Party mitbringen konnte: Alkohol und Mädchen.
Na toll. Ich hatte mich von einer unabhängigen Freundin in ein Partyzubehör verwandelt.“ (Seite 45)

Man schlägt das Buch auf, und schon ist man mitten in der Geschichte um die Protagonistin und ihr auf den Kopf gestelltes Leben. Es ist ein ernstes Thema, das die Autorin hier angeht. Gottseidank wurde es aber nicht so schlimm, wie ich zu Anfang schon fast befürchtet habe.
Der Plot, den sie hier geschaffen hat, ist mehr als unterhaltsam. Die Story um Jacqueline und Lucas, das Katz und Maus Spiel, ist schön erzählt. Ich habe richtig mit den beiden mitgefiebert und mir immer wieder gewünscht, dass es für beide einfacher wird. Doch Lucas ist nicht so, wie er auf den ersten Blick scheint. Er ist verdammt sexy und wirkt wie ein böser Junge. Doch er hat auch eine andere Seite – und ein dunkles Geheimnis, das ihn belastet.

Die Charaktere sind von Tammara Webber unglaublich tief gezeichnet. Nicht nur die beiden, auch Kennedy und Erin beispielsweise, lernt man als Leser sehr gut kennen. Und jede diese Personen fügt sich toll in die Geschichte ein und rundet sie ab.
Die Entwicklung von Jacqueline fand ich sehr gelungen. War sie am Anfang noch unsicher und fühlte sich alleine und als ein „Nichts“, wandelt sie sich im Laufe der Geschichte und verändert ihre Verhaltensweisen absolut zu ihrem Vorteil und vor allem: glaubwürdig.
Das Setting am Uni-Campus fügt sich ebenfalls perfekt ein. Die Umgebung ist sehr bildhaft beschrieben, sodass das Kopfkino vor meinem geistigen Auge sofort ansprang.

„Dr. Heller hatte mit seiner Vorlesung bereits begonnen. Ich schlüpfte unauffällig auf meinen Platz, fing Benjis erfreutes Lächeln auf und gratulierte mir selbst dazu, dass ich eine Überlebende geworden war. Ich hatte Kennedys Entschluss überlebt, unsere Beziehung zu beenden. Ich hatte überlebt, was Buck mir anzutun versucht hatte. Zweimal. Und ich würde es überleben, wenn Lucas mir seine persönlichen Dämonen nicht anvertrauen wollte – oder konnte.“ (Seite 303)

Ich muss auch sagen, dass das Cover mich von Anfang an angesprochen hat. :) Es mag vielleicht für die ein oder andere kitschig wirken, ich finde es einfach nur schön. Hach…

Die eigene Geschichte der Autorin hat ein Happy End: zuerst veröffentlichte sie ihre Geschichte in den USA im Internet. Über zehntausend begeisterte Leser machten die Verlage darauf aufmerksam, die sich schließlich die Rechte an der Geschichte sicherten.

Eine sehr schöne Liebesgeschichte die zu keiner Zeit zu schnulzig ist, gewürzt mit erotischen Szenen und authentischen Protagonisten – aber auch einem ernsten Hintergrund. Eine absolute Leseempfehlung für alle Frauen!

Leider gibt es nur einen kurzen Buchtrailer von Penguin Books UK:

Aber auf ihrem Youtube-Kanal hat die Autorin eine Playlist hochgeladen. >>Hier<< findet man 28 Lieder, die sie während des Schreibens gehört hat. Sehr schön. :)
Und auf der Website des Blanvalet Verlages gibt es außerdem ein interessantes Interview >>klick<<.

„Stunden später lagen wir im Halbdunkel da, einander zugewandt auf  Lucas‘ Kissen. Ich sammelte mich und betete, ich möge ihn nicht wieder verscheuchen. Ich hatte mich noch nie irgendjemandem so nahe gefühlt.“ (Seite 375)

5

Sacre


[Rezension] Pinguine lieben nur einmal | Kyra Groh

Pinguine lieben nur einmal von Kyra Groh
 
Titel: Pinguine lieben nur einmal
Autor: Kyra Groh
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-38044-2
Veröffentlichung: 16. September 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Felicitas, die nur von ihrer Mutter so genannt wird (ihr Vater sagt Fee, für ihre Freunde ist sie die Feli), ist 20 Jahre jung und ziemlich kompliziert. So ist z. B. Ordnung ein Fremdwort für sie. Aber nicht, wenn es um ihre CDs geht – da ist sie penibel. Und da bei ihr nur selten alles so läuft, wie Feli es gerne hätte, schaut sie jeden Dienstag Abend den Family Movie im Fernsehen, weil der immer so schön vorhersehbar ist und im Regelfall mit einem Happy End endet. Und ein solches wünscht sich Feli nun auch für sich und Janosch, der gerade frisch im Haus eingezogen ist und dem sie bei der ersten Begegnung sprichwörtlich vor die Füße gefallen ist…

Pinguine lieben nur einmal - Kyra Groh

Pinguine lieben nur einmal – Kyra Groh

Meine Meinung:

Dieses Buch ist das beste Beispiel für spontane Coververliebtheit. ♥ Ich habe es gesehen und dachte sofort: muss ich haben – will ich lesen! Ja, bei mir führt ein Pinguin zum Effekt des Sofort-Haben-Wollens. Kann man jetzt von halten, was man will – ist aber so. Denn, wenn ich ehrlich bin, würde ich am liebsten einen Pinguin in der heimischen Badewanne beherbergen. ;-)

„Ich neige dazu, wirren Unfug zu stammeln, wenn ich nervös bin. Dass in diesem Fall ein attraktiver Mann der Auslöser ist, macht die Sache nur noch schlimmer. Eigentlich würde ich jetzt lieber geistreich und witzig rüberkommen. Stattdessen manifestiere ich den ersten Eindruck von mir als fahrigem Tollpatsch.“ (Seite 37)

Felicitas Feli Fee Grün ist kompliziert, merkwürdig in manchen Verhaltensweisen, herrlich selbstironisch und gleichzeitig auch irgendwie unsicher. Ich habe sie auf den ersten Seiten direkt gemocht, da ich mich – ja, ich muss es gestehen – ein Stück weit in ihr wieder gefunden habe. Es gab aber auch Momente, in denen ich mir dachte: Och nö. Ernsthaft, Feli? Mit Janosch verhielt es sich da ähnlich. Seine manchmal sehr verletzenden Worte gegenüber Feli konnte ich zusammen mit ihr einfach nicht fassen. Im nächsten Moment kamen dann aber so dermaßen zuckersüße Sachen aus seinem Mund, dass ich Felis Gefühle für ihn absolut nachvollziehen konnte. Mit den beiden erging es mir in gewisser Weise so, wie den beiden mit dem jeweils anderen.

 Denn einfach ist bei und zwischen den beiden erstmal nichts. Neben ihren Charakteren, die zwar unterschiedlicher kaum sein könnten, aber auch so gut zueinander passen, weil sie sich ergänzen, wird das ganze auch noch dadurch ein wenig erschwert, dass Janosch… Nee, das verrate ich nicht. Es wird zwar schon relativ früh verraten, aber ich war so dermaßen überrascht von dieser Tatsache, dass ich diesen Effekt bei zukünftigen Lesern ungern zerstören möchte. Ich kann nur so viel sagen, dass dieser gewisse Umstand für mich das Tüpfelchen auf dem I war. Denn dadurch war das Buch für mich nicht bloß die gängige Mischung aus Humor und Gefühlen, sondern regte mich durchaus auch zum Nachdenken über dieses spezielle Thema, und das übergeordnete im Allgemeinen, an.

„Die Wechseljahre sind ein Scheiß gegen anfängliches Verliebtsein.“ (Seite 125)

Im Prolog klärt uns die Hauptdarstellerin Feli darüber auf, was es mit dem von ihr so heiß geliebten Dienstags-Family-Movie-Konzept auf sich hat, das im Prinzip wie das klassische Drama aufgebaut ist, und in den allermeisten Fällen mit einem Happy End endet. Und genau nach diesem Schema ist auch das Buch – optisch und inhaltlich – aufgebaut. Ob es, wie in den TV-Filmen am Ende üblich, im Buch zu einem glücklichen Ende für Feli und Janosch kommt, werde ich natürlich nicht verraten. :-)

Kyra Groh hat mit „Pinguine lieben nur einmal“ einen Debütroman geschrieben, der mir während des Lesens quasi ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert hat. Sympathische Charaktere, eine gesunde Portion Gefühle und ein locker-flockiger Schreibstil ergeben eine Geschichte, die größtenteils süß, aber auch ein wenig bitter ist, und kurzweilige Lesestunden bietet.

„Ich kann also festhalten, dass ich Janosch will, und zwar ganz, aber noch nicht weiß, wie lange ich es aushalte, dass er mich nicht will, zumindest nicht ganz.“ (Seite 182)

4SaFi


[Rezension] Bis in den Tod hinein | Vincent Kliesch

Bis in den Tod hinein von Vincent Kliesch
 
Titel: Bis in den Tod hinein
Autor: Vincent Kliesch
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-37798-5
Veröffentlichung: 15. Juli 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

In Berlin ereignen sich grausame und brutale Morde: Ein Brandstifter kommt in einem von ihm gelegten Feuer ums Leben. Einem Lügner wird die Zunge abgeschnitten. Für Severin Boesherz, dem neuen Ermittler des LKA Berlin, ziemlich eindeutige Botschaften. Nicht ganz so einfach zu deuten sind jedoch die Zahlen, die in willkürlicher Reihenfolge, bei diesen und weiteren Leichen gefunden werden. In seinem ersten Fall wird Boesherz direkt gefordert. Wird er die Bedeutung der Botschaften und Zahlen entschlüsseln können, bevor es zu spät ist?

Bis in den Tod hinein - Vincent Kliesch

Bis in den Tod hinein – Vincent Kliesch

Meine Meinung:

Was hatte ich nach diesem Buchtrailer, der mir auch beim dritten Mal Anschauen fast einen Herzinfarkt beschert hätte, denn bitte für eine andere Wahl, als das entsprechende Buch zu lesen? Richtig. Keine! Ich schlug also voller Vorfreude das Buch auf und schon mit dem ersten Satz hat Kliesch mich thrillermäßig abgeholt.

»Wie gefällt es dir, tot zu sein?«, hauchte er leise. (Seite 7)

Schnell wird klar, das Severin Boesherz kein 08/15-Ermittler ist. Und ich habe ihn direkt gemocht, auch wenn der Autor dem Leser viele Gründe gibt, genau das nicht zu tun. In Besprechungen mit seinen Kollegen, bei der Begutachtung der Leichen an den Tatorten, im Gespräch unter vier Augen wirkt er ein wenig oberlehrerhaft und scheint allwissend zu sein. Er verfügt über eine Kombinations- und Auffassungsgabe, die ihresgleichen sucht. Er ist penibel, hat einen merkwürdigen Humor, trägt stets einen Dreiteiler mit Krawatte und verlässt sich auf seine Taschenuhr. Für mich ist Boesherz erfrischend anders.

Über den Gegenspieler von Boesherz, den Täter mit einem der ungewöhnlichsten Namen, die ich je gelesen/gehört habe, kann ich wegen der Spannung jetzt nicht so viel schreiben, wie ich gerne würde. Ich kann aber versichern, das Anselm Drexler von Vincent Kliesch ebenfalls einen umfassenden und keineswegs einfallslosen Charakter verliehen bekommen hat, der psychologisch sehr ausgereift ist, wie ich finde.

„Moldenhauers Haut begann bereits kleine Bläschen zu bilden. Seine obere Hautschicht löste sich langsam von den unteren ab. Tatsächlich zeigte sein Gewebe jetzt dieselben Erscheinungen, die auch eine Verbrennung hervorrufen würde.“ (Seite 208)

Dem Spannungsverlauf scheint recht früh die Luft auszugehen, da der Täter dem Leser recht schnell präsentiert wird. Dem ist aber nicht so, weil halt nur die Leserschaft in diesen Genuss kommt. Boesherz und Co. müssen die üblichen Ermittlungen aufnehmen, die vom ausgeprägten und zugegebenermaßen eigenwilligen Stil des Ermittlers unermüdlich vorangetrieben werden. Als Leser ist man der Polizei zwar einen Schritt voraus, weiß aber trotzdem nicht unbedingt viel mehr. Erst nach und nach ergibt alles einen Sinn, bevor es zum Schluss dann noch zu einem echten Überraschungseffekt kommt, den ich trotz des richtigen Riechers bei anderen Aspekten, schlicht und einfach nicht für möglich gehalten hätte.

Für mich als Fan von schön blutigen Thrillern hätte es an mancher Stelle ruhig ein wenig heftiger zur Sache gehen können. Dennoch haben die niedergeschrieben Szenarien allesamt einen perfiden Touch, den der Autor sachlich und unverblümt vermittelt. Mit 382 Seiten hat dieser Thriller genau die richtige Länge. Atempausen sind rar gesät – nicht zuletzt durch die ständigen Wechsel der Erzählperspektive. Der Plot ist gut durchdacht und hält einige Überraschungen für den Leser bereit.

„Boesherz spürte, dass der Augenblick näher rückte, in dem schon eine einzige Erinnerung, ein einziger kleiner Eindruck dazu führen konnte, das Kartenhaus, das er errichtet hatte, entweder zu vollenden oder zum Einsturz zu bringen.“ (Seite 269/270)

„Bis in den Tod hinein“ ist für mich ein absolut überzeugender Thriller „Made in Germany“, der u. a. durch einen ungewöhnlichen Ermittler besticht, der alles andere als alltäglich ist. Fans von blutigen Thrillern kommen ebenso auf ihren Geschmack wie diejenigen, die es lieber nicht ganz so martialisch mögen.

5

SaFi

Vincent Kliesch im Exklusiv-Interview – Hörbücher Blog


[Rezension] Du. Wirst. Vergessen. | Suzanne Young

Du Wirst Vergessen von Suzanne Young
 
Titel: Du. Wirst. Vergessen.
Autor: Suzanne Young
Seitenzahl: 448
ISBN: 978-3-442-26921-1
Verlag: Blanvalet
Veröffentlichung: 19. August 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen … (Buchrücken © Blanvalet)

Du. Wirst. Vergessen. - Suzanne Young

Du. Wirst. Vergessen. – Suzanne Young

Meine Meinung:

„Zwei Betreuer in gestärkten weißen Jacken und mit glatt gekämmten Haaren stehen im Türrahmen, die Gesichter ausdruckslos, während sie nach jemandem suchen. Als sie sich in Bewegung setzen, mache ich mich ganz klein.“ (Seite 10)

Lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen möchte, musste ich nun wirklich nicht. Zu neugierig haben mich der Klappentext, das Cover und der deutsche Titel (den ich viel aussagekräftiger finde als den Original-Titel „The Program“) gemacht.

Und kaum hatte ich dann die ersten Seiten dieser Dystopie gelesen, war es auch schon um mich geschehen. Ich war mittendrin statt nur dabei, und wurde direkt mit der, für Sloane und die anderen, grausamen Realität konfrontiert. Etwas anderes als grausam fällt mir als Bezeichnung für das von Suzanne Young geschaffene Szenario wirklich nicht ein. Der Titel „Du. Wirst. Vergessen.“ wirkte vor dem Lesen wie eine Drohung auf mich. Und genau das ist er auch. Jeder, der sich querstellen will, der sich dem »Programm« in welcher Art und Weise auch immer nicht fügen will, der eben nicht vergessen will, muss Konsequenzen fürchten und diese, mit allem was dazu gehört, erleiden. Schlussendlich wird man vergessen…

Obwohl mich die Geschichte, der Kampf von Sloane, vom ersten Augenblick an gefangen genommen hat, musste ich mich ca. in der Mitte des Buches, wenn man als Leser das »Programm« besser kennen lernt, dann doch entscheiden, ob mich die Geschichte, die ohne sonderlich viel Action ausgestattet ist, langweilt, oder ob genau diese Tatsache das Bauch in gewisser Weise auszeichnet. Ich habe mich für die letzte Variante entschieden. Denn die ganze Zeit über habe ich eine innere Angespanntheit gefühlt. Habe mit Sloane gelitten, geliebt und gekämpft. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die Gedanken, Ängste und Gefühle von Sloane wiederzugeben. Dadurch bekommt das Buch eine bedrückende Atmosphäre, die mich die ganze Zeit über nicht mehr losgelassen hat.

„Niemand kann so gut wie James den Schmerz verbergen, seine Gefühle tarnen. Er weiß, was nötig ist, um nicht von dem »Programm« erwischt zu werden. Er wird dafür sorgen, dass wir sicher sind. Er hat es versprochen.“ (Seite 39)

Die Beziehung von Sloane und James, die einen großen Teil des Buches in Anspruch nimmt, bildet den Rahmen dieser Dystopie und wirkt alles andere als störend, ganz im Gegenteil. Durch die Liebe der beiden füreinander wird diese Geschichte vervollständigt und in gewisser Weise macht diese sie auch erst möglich. Durch Rückblenden erfährt man als Leser mit der Zeit immer mehr über Sloane und James als Paar. So wird das Bild der beiden abgerundet und die Geschichte erhält dadurch emotionale Tiefe.

Über das Ende bzw. den Epilog könnte ich fast eine separate Rezension schreiben. An sich empfand ich das Ende als guten Abschluss. Es war stimmig, lässt noch die eine oder andere Frage offen und schafft somit Platz für eigene, weiterführende Gedanken. Aber der Epilog hat mich komplett verwirrt zurückgelassen. Als Appetizer auf den zweiten Teil – von dem ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nichts wusste – macht er jedoch sehr neugierig auf die Fortsetzung.

In „Du. Wirst. Vergessen.“ ergeben starke Charaktere gepaart mit einem gut durchdachten Plot eine absolut lesenswerte Kombination aus Liebesgeschichte und Dystopie, die ohne viel Action ausgestattet ist, dem Leser aber dennoch fast die Luft zum atmen nimmt.

„James weiß nicht mehr, wer ich bin. Da war nicht der geringste Funken des Widererkennens im Blick seiner blauen Augen. Es ist so, als ob es mich nie gegeben hätte. Wir haben so viele Geheimnisse geteilt, und nun gehören sie nur noch mir. Ihr Gewicht drückt mich nieder.“ (Seite 133)

4,5SaFi