{Rezension} Eistochter (The Sensitives #1) | Dawn Rae Miller

Eistochter von Dawn Rae Miller

Autor: Dawn Rae Miller
Titel: Eistochter (OT: Larkstorm )
Seitenzahl: 416
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-26945-7
Veröffentlichung:  17. Februar 2014
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Nach dem Langen Winter, dem ein Großteil der Weltbevölkerung zum Opfer fiel, liegt der Staat im Kampf gegen die »Empfindsamen«, Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Die 17-jährige Lark weiß, was von ihr als Nachfahrin der großen Staatsgründer verlangt wird: eine gehorsame Bürgerin werden. Aber dann wird ihre große Liebe Beck beschuldigt, zu den Empfindsamen zu gehören, und verschwindet spurlos. Als sich Lark aufmacht, um seine Unschuld zu beweisen, wird alles, an das sie je glaubte, auf den Kopf gestellt: Denn auch sie selbst ist eine Empfindsame – und dazu bestimmt, Beck zu töten … (Quelle: randomhouse.de)

„Der Staat lässt uns keine Wahl. Warum auch? Während unserer Schullaufbahn bewerten uns unsere Betreuer zusammen mit unseren Lehrer und ausgewählten Staatsvertretern und wägen sorgfältig ab, welche Zusammenstellung von Paaren dazu beitragen wird, eine stärkere Gesellschaft und den bestmöglichen  Nachwuchs zu erzeugen.“ (Seite 16)

Endlich! Auf „Eistochter“ hatte ich schon länger gewartet. Doch leider konnte die Geschichte meine Erwartungen gar nicht erfüllen.

Fangen wir mit dem Positiven an: die Grundidee. Die von der Autorin gestaltete Welt hat mir gefallen. Die Idee mit den Empfindsamen ist gut. Zuerst einmal klingt „empfindsam“ doch irgendwie harmlos. Doch das sind sie gar nicht. Sie sind Hexen, böse Hexen. Die Menschen müssen vor ihnen beschützt werden. Diese Empfindsamen werden durch farbige Armbänder gekennzeichnet. Der Rest der Bevölkerung hat diese Armbänder ebenfalls, aber in einer anderen Farbe. Damit kann man beispielsweise telefonieren, oder aber auch von seinen Betreuern überwacht und geortet werden.

Lark als Protagonistin war mir zunächst noch sympathisch. Doch leider verlor sich das im Laufe der Geschichte. Beck war mir von Anfang an suspekt. Und die anderen… die blieben für mich alle blass und teilweise auch nicht richtig „ausgereift“. Die angepriesenen großartigen Charaktere suchte ich leider vergebens.

„Mir wird zum ersten Mal bewusst, dass ich keine Ahnung habe, was die Empfindsamen bewirken können, abgesehen von vagen Vorstellungen wie >>die Welt zerstören<<, >>uns töten<<, >>uns kontrollieren<< und dergleichen mehr. Wir haben in der Schule eigentlich nie etwas über ihre spezifischen Fähigkeiten gelernt.“ (Seite 150)

Der Beginn der Geschichte, das langsame Heranführen an Larks Welt hat mir gefallen. Doch viel zu schnell ging die Freude verloren und wich Unverständnis für manche Taten der Personen und Zusammenhänge.
Und plötzlich waren sie überall. Wer? Die Empfindsamen. Was??? Ja, in der Familie, im Freundeskreis, im Betreuerstab. Wie ein Schwarm Bienen brachen sie über Lark und mich herein. Das war mir dann zuviel. Und das schon zur Buchmitte.
Nach noch einigen weiteren – für mich – unlogischen Taten und Erzählsträngen war ich kurz vorm Abbruch, habe mich aber bis zum Ende durchgerungen.

Schade, schade. Denn der Klappentext und das Cover haben mich so neugierig gemacht… Aber für mich reicht es leider nur für 1,5 Herzen.

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Reiheninfo:
1.  Larkstorm // Eistochter
2.  Nightingale // ??
3.  Phoenix // ??
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1,5

SaCre


Die Zerbrechlichkeit des Glücks [Rezension]

Die Zerbrechlichkeit des Gluecks von Helen Schulman
 
Titel: Die Zerbrechlichkeit des Glücks
Autor: Helen Schulman
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-442-47720-3
Verlag: Goldmann
Veröffentlichung: 15. Juli 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

Nach einer Party findet Jake eine Mail in seinem Postfach, die es in sich hat. Ein Mädchen aus seiner Schule hat ihm ein erotisches Video geschickt – von sich selbst. Ehe Jake sich versieht, leitet er das Video schockiert an seinen besten Freund weiter, ohne sich irgendwas Schlimmes dabei zu denken. Doch diese unbedachte Tat verändert sein Leben, das seiner Familie und nicht zuletzt das Leben des Mädchens, für immer…

Die Zerbrechlichkeit des Glücks - Helen Schulman

Die Zerbrechlichkeit des Glücks – Helen Schulman

Meine Meinung:

Um es gleich vorweg zu nehmen: Viel Gutes kann ich über dieses Buch, das dank des wunderschönen Covers und der viel versprechenden Inhaltsangabe sofort auf meiner Wunschliste gelandet ist, leider nicht sagen.

„Wie so viele folgenschwere Dinge fing alles mit einer Party an.“
(Seite 11)

Die Thematik des Buches – der leichtsinnge Umgang mit dem Internet und die Folgen davon, Pornografie im Internet und der leichte Zugang zu dieser – die ja durchaus aktuell ist und in den nächsten Jahren wahrscheinlich auch noch an Brisanz zulegen wird, finde ich sehr interessant. Doch leider ließ die Umsetzung für mich schwer zu wünschen übrig.

Für meinen Geschmack verzettelte sich die Autorin in zu vielen Kleinig- und Nichtigkeiten, die, wenn überhaupt, nur am Rande etwas mit dem Geschehen zu tun hatten. Immer wieder wurde die aktuelle Handlung unterbrochen, indem sich entweder die Mutter, der Vater oder Jake selbst an irgendwelche Dinge aus der Vergangenheit erinnerten und dann über weite Strecken einfach nur rumschwafelten. Wäre es bei diesen Rückblicken geblieben, hätte ich vielleicht noch damit leben können. Aber diese Rückblenden waren zusätzlich auch noch recht verschachtelt aufgebaut und haben mir das das Lesen ziemlich erschwert. Es mag durchaus sein, dass diese Vergangenheitsbewältigung irgendwie wichtig für das aktuelle Geschehen sein sollte. Wenn dem so war, habe ich den Zusammenhang aber schlicht und einfach nicht erkennen können.

„Das verdammte Video war einfach überall. Es verstopfte Jakes Mailbox, irgendwelche Leute schickten es ihm, ohne zu wissen, dass es ja für ihn gedacht gewesen war, dass er Muse und Inspiration dafür war und es selber verbreitet hatte. Es war einfach überall.“
(Seite 89)

Es fiel mir alles andere als leicht, am Ball zu bleiben. Dazu trug auch der Schreibstil bei. Teilweise kamen ellenlange Sätze vor, bei denen ich schon in der Mitte nicht mehr wusste, was am Anfang stand. Über all das hätte ich evtl. sogar noch hinweg sehen können, wenn ich das zu lesen bekommen hätte, was mir der Klappentext suggeriert hat. Dem war aber leider nicht so. Denn für mich standen nicht Jake oder gar das Mädchen aus dem Video im Mittelpunkt dieser Geschichte, sondern Jakes Eltern und wie sich diese ganze Angelegenheit auf ihre Ehe auswirkt.

Mit knapp 250 Seiten ist das Buch ja nun kein Wälzer. Ich habe es mir zwar nicht gesondert notiert, aber ich würde schon sagen, dass sich knapp die Hälfte des Buches mit der Vergangenheit der Familie befasst. Ein Viertel befasst sich in etwa mit der momentanen Familiensituation vor dem Video. So bleibt dann, meiner Einschätzung nach, lediglich ein Viertel für Jakes unüberlegte Tat und deren Folgen übrig. Für mich ist das einfach zu wenig, gerade in Bezug auf die angekündigten langfristigen Folgen. Diese wurden zum Schluss auf wenigen Seiten und mit knappen Worten abgehandelt.

„Ob es ihm gefallen hatte? Danach hatte ihn bisher noch niemand gefragt.“
(Seite 176)

Leider war dieses Buch absolut nichts für mich. Positiv in Erinnerung bleiben wird mir lediglich das sehr schöne Cover und die letzten Seiten.

1,5

SaFi