Wo die Nacht beginnt {Rezension}

Wo die Nacht beginnt

Autor: Deborah Harkness
Titel: Wo die Nacht beginnt
Seitenzahl:
 800
ISBN: 978-3-7645-0467-0
Verlag:
 Blanvalet
Veröffentlichung: 18. März 2013
Leseprobe

Zum Inhalt:

„>>Ihr behauptet, dass Ihr ihn liebt.<< Kit wandte sich mir zu und sah mich flehentlich an. >>Wisst Ihr wahrhaftig, was er ist? Habt Ihr zugesehen, wie er sich ernährt, habt Ihr den Hunger in ihm gespürt, sobald sich ein Warmblüter nähert? Könnt Ihr Matthew ganz und gar annehmen – nicht nur das Licht in seiner Seele, sondern auch die Dunkelheit -, so wie ich es tue? Ihr könnt immer noch Trost in Eurer Magie finden, ich hingegen bin ohne ihn nicht lebendig. Sobald ich nicht in seiner Nähe bin, entflieht die Poesie meinem Geist, und nur Matthew erkennt das Gute in mir. Lasst ihn mir. Bitte.<<“ (Seite 115)

Die Hexe Diana und der Vampir Matthew haben gerade ihren ersten Zeitsprung erfolgreich gemacht. Und so finden sie sich im Jahr 1590 wieder. Hier führt Matthew seine Frau in die damalige Gesellschaft und in seinem Freundeskreis ein. Die beiden hoffen, mit der Hilfe einer Hexe an Dianas Zauberfähigkeiten arbeiten zu können und das Geheimnis um Ashmole 782 zu lüften.

Doch auch wenn Diana sich auf diese Reise vorbereitet hat dauert es seine Zeit, bis sie sich im 16. Jahrhundert zurecht findet. Sie arbeitet hart daran, sich in die Gesellschaft zu integrieren und den Gegebenheiten und Gepflogenheiten dort anzupassen, und gleichzeitig an ihren Fähigkeiten zu arbeiten. Und dann ist da ja auch noch die Suche nach dem Geheimnis um die alte Schrift. Und schließlich gibt es da ja noch Matthews Verehrer.

Doch die erste große Herausforderung besteht in einem Treffen mit Matthews Vater. Die beiden haben kein sehr gutes Verhältnis zueinander. Und außerdem wird in der Zukunft etwas Schreckliches passieren, dass zwischen den beiden Männern steht.  Diana fürchtet, vor Philippes Augen nicht bestehen zu können.

Diana und Matthew müssen um ihre Liebe kämpfen. Und ihr Alltag ist voller Magie und alles andere als langweilig.

Meine Meinung:

„Das war mein letzter blick auf Matthew Clairmont, den Wissenschaftler. Der Mann, der danach auf die Tür zuschritt, war kein Oxford-Gelehrter mehr, sondern ein Renaissanceprinz. Das zeigte sich in seiner Haltung und seinen durchgestreckten Schultern, in der kontrollierten Kraft, die von ihm ausstrahlte, und in seinem kühlen Blick. Hamish hatte mich zu Recht gewarnt, dass Matthew hier ein anderer wäre als in unserer Zeit. Unter Matthews unveränderlichem Äußeren vollzog sich eine grundlegende Metamorphose.
Irgendwo hoch über uns schlugen die Glocken.
Wissenschaftler. Vampir. Krieger. Spion. Die Glocken verharrten vor dem letzten Schlag.
Prinz.“ (Seite 143)

Mit großer Spannung erwartete ich dieses Buch, hat mich „Die Seelen der Nacht“ doch sehr begeistert.

Wo Band 1 aufhört, geht es hier nahtlos weiter: der Zeitsprung von Diana und Matthew. Ich war am Ende vom ersten Teil schon fast ein bisschen schockiert, dass das Buch mit einem solchen Cliffhanger endet.

Mit Diana Bishop ging es nun also in 16. Jahrhundert. Und es blieb es auch fast das ganze Buch über dabei. Sehr detailreich beschreibt die Autorin das Leben zur damaligen Zeit. Als Leser finden wir uns in Gesprächen zwischen Sir Walter Raleigh und Shakespeare wieder, erleben die Regentschaft von Königin Elizabeth (Tudor). Und all das ist so gut beschrieben und geschildert, als hätte Deborah Harkness damals gelebt. Ist sie in Wirklichkeit so alt wie Matthew? :)

Die Sprache und der Stil sind hier auch wieder gut. Die Autorin versteht es, den Leser in die fantastische Welt zu entführen und ihn dort zu „integrieren“. Die Geschichte liest sich flüssig.
Leider muss ich aber auch sagen, dass ich mir ein bisschen was anderes hierunter vorgestellt habe. Ich hätte nicht erwartet, dass das Buch zu 98% im 16. Jahrhundert spielt. Persönlich hätte ich es für mich besser gefunden, wenn die ausführlichen Dialoge und Beschreibungen etwas gestraffter wären und ein größerer Teil wieder im Hier und Jetzt spielt. Aber das erwarte ich dann vom Abschluss dieser Trilogie! :)

„>>Sei dir über eins im Klaren, Diana: Deine Liebe zu meinem Sohn wird viele Leben kosten. Einige werden sich selbst opfern. Andere werden sterben, weil jemand sterben muss, und dir wird die Entscheidung obliegen, ob du es bist, ob sie es sind oder ob es jemand sein wird, den du liebst…<<“ (Seite 229)

Bei der Bewertung schwanke ich zwischen 3 und 4 Herzen. Das Buch ist nicht schlecht, ganz und gar nicht, und auch besser als der Durchschnitt. Aber meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt. Es wäre mir nicht möglich gewesen, ohne Erwartungen an das Buch heran zu gehen.
Zum Veröffentlichungstermin zum dritten Teil lässt sich leider noch nichts sagen. Die Autorin hat auf ihrer Website geschrieben, dass sie genau weiß, wie die Geschichte sein soll, aber es leider noch nicht komplett zu Papier gebracht hat.

Bedanken möchte ich mich ganz herzlich beim Team vom Blanvalet Verlag, die mir das Buch zur Verfügung gestellt haben.

3 Herzen

SaCre

5 Gedanken zu “Wo die Nacht beginnt {Rezension}

  1. Uff, nur 3 Herzchen? oO Gott, ich bin so begeistert von der Reihe, dass ich gar nicht genug kriegen kann! Meinetwegen hätten es auch 2000 Seiten sein könnnen… :D Aber dennoch eine sehr ausgewogene Rezension und Deine Kritik ist nachvollziehbar!

    Lieben Gruß

    Rica

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    • Hi Rica,

      vielen Dank für deine Meinung. Tja, was soll ich sagen? Es hat halt leider irgendwie nicht gepasst. :(
      Aber es freut mich, dass dir meine Rezension trotzdem gefällt und ich meine Meinung vermitteln konnte. Danke dafür! :)

      Liebe Grüße
      SaCre

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