Jenseits des Protokolls – Eigentor deluxe [Rezension]

Autor: Bettina Wulff, Nicole Maibaum
Titel: Jenseits des Protokolls
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3868832730
Verlag: Riva

 

 

Zum Inhalt:

Sie war 598 Tage die bisher jüngste First Lady der Bundesrepublik Deutschland. Mit dem Beginn der Amtszeit ihres Mannes begann für sie als Frau von Christian Wulff ein völlig neues Leben. An der Seite ihres Mannes repräsentierte sie Deutschland im In- und Ausland und engagierte sich ehrenamtlich vor allem für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Dem Rücktritt des Bundespräsidenten im Februar 2012 gingen Vorwürfe in den Medien zum Einfamilienhaus, zu Urlauben und zur Kleidung voraus. Darüber hinaus gab es Gerüchte zu einem angeblich bewegten Vorleben. Bettina Wulff erzählt, wie sie mit allen Anschuldigungen umgegangen ist und wie sie die schwierige Zeit erlebt hat. Sie schildert die durchwachten Nächte, die Zweifel, die Wut, die Hilflosigkeit, wenn man plötzlich von allen Seiten unter Beschuss steht, und das Ausmaß der Belastung, der eine Ehe und eine Familie in solch einer Zeit ausgesetzt ist. Bettina Wulff hat ein überaus offenes Buch geschrieben.

Meine Meinung:

Hach Frau Wulff, Sie haben und hatten es schon nicht leicht. Ich seufze mal für Sie mit: seufz. Das muss man sich mal vorstellen: der Panikraum, den das LKA Ihnen in Großburgwedel in Ihr Haus eingebaut hat, hat keinen Handyempfang. Nein! Und tatsächlich mussten Sie die Putzfrau, die in Berlin Ihre Privaträume geputzt hat, selber bezahlen. Oh mein Gott – wir können wir Steuerzahler so etwas nur zulassen???

Und als Ihr Christian schon in Berlin war, lebten Sie noch eine zeitlang mit den Kindern in Großburgwedel. Und was war? Sie mussten alles alleine machen: Kinder zur Kita bringen, zur Arbeit gehen, Kinder wieder abholen, dann auch noch den Haushalt schmeißen. NEIN! Das war schon ein hartes Los für Sie! Dass es Millionen anderen Frauen in Deutschland auch so geht, verschweigen wir mal… Dass Millionen andere nicht mindestens 3500 Euro netto im Monat zur Verfügung hatten, auch das klammern wir aus… Dass Millionen andere Frauen sich nicht auf einen Kaffee mit Michelle Obama treffen, auf Alberts & Charlines Hochzeit tanzen, oder mit türkischen Ministern befreundet sind, auch darüber verlieren wir kein Wort. Nein, wir leiden mit Ihnen! Wie schwer Sie es doch hatten, da Sie ja „all die Jahre“ immer nur zurückstecken mussten; damit Ihr Mann Karriere machen konnte; dass Sie angeblich nicht mehr als „die Frau von“ waren.

Natürlich glauben wir Ihnen, dass all die Privilegien, das Geld, der Ruhm, usw Sie nicht im Mindestens interessiert haben – nein, auf keinen Fall!

Sie sind wirklich zu bemitleiden – und leider muss ich sagen, dass Sie Ihren Job als PR-Beraterin wohl auch verfehlt haben. Das ist zumindest der Eindruck, den ich nach Lesen Ihres Buches habe. Obwohl… es hat mich köstlich unterhalten! Ich musste tatsächlich ein paar Mal lachen. Dafür sollte ich Ihnen 5 Sterne geben!

Ach, es ist gar keine Kömodie? Hmpf… mein Fehler. Reicht daher wohl nur für 1 Stern. Na ja, eigentlich für keinen…

SaCre

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